Teil eines Werkes 
10. Th. (1857)
Entstehung
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116 Vierunddreißigſtes Kapitel.

ſich Klein Dorrit noch einmal mit ausgeſtreckter Hand zu ihm um, und ſagte:leben Sie wohl, guter John! Ich hoffe, Sie werden noch recht glücklich werden, Sie guter Menſch.

Dann gingen ſie die Stufen der benachbarten St. Georgskirche hinauf und traten an den Altar, wo Daniel Doyce, als ſtellvertretender Vater, ihrer wartete. Und dort ſtand Klein Dorrits alter Freund, der ihr das Begräbnißre⸗ giſter als Kopfkiſſen gegeben hatte: voller Bewunderung, daß ſie doch noch zurückkehrte, um getraut zu werden.

Und ſie wurden getraut, während die Sonne auf ſie, durch die gemalte Geſtalt unſers Heilands im Fenſter, her⸗ abglänzte. Und ſie gingen in daſſelbe Gemach, wo Klein Dorrit nach ihrer Abendgeſellſchaft geſchlafen hatte, um das Trauungsregiſter zu unterſchreiben. Und dort ſah Mr. Pancks(beſtimmt, erſter Commis bei Doyce und Clennam, und ſpäter Compagnon des Hauſes zu werden), den Böſe⸗ wicht über den friedfertigen Freund vergeſſend, zur Thür herein, tapfer unterſtützt von Flora an dem einen und von Maggy an dem andern Arm, und mit einem Hintergrund von John Chivery und deſſen Vater und andern Schließern, die einen Augenblick herüber gelaufen waren, um noch ein⸗ mal das glückliche Kind der Marſhalſea zu ſehen. Auch zeigte Flora nicht die geringſten Spuren einſiedleriſchen Lebens, trotz ihrer neulichen Erklärung; im Gegentheil ſah ſie ſehr munter aus und fand großen Genuß an der Feierlichkeit, obgleich in etwas aufgeregter Weiſe.

XXXVII