Teil eines Werkes 
10. Th. (1857)
Entstehung
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85 Schluß. 113

es. nach dem, was Sie gelitten hatten, und nach Ihren ſchwe⸗ ren Bekümmerniſſen, und nach Ihrer Krankheit, es für Sie eine angenehme Ueberraſchung ſein würde, wenn wir uns ſtill verhalten könnten, bis Alles ohne Ihr Wiſſen geordnet wäre, und dann zu Ihnen kämen und ſagten, daß Alles glatt wäre, daß das Geſchäft Ihrer mehr bedürfe als je, und daß uns Beiden als Compagnons eine neue und glückliche Lauf⸗ bahn offen ſtünde. Das iſt das Dritte. Aber Sie wiſſen, daß wir immer auf Friction rechnen, und deshalb habe ich noch einen kleinen, freien Raum übrig. Mein lieber Clen⸗ nam, ich ſetze das vollſtändigſte Vertrauen in Sie; es ſteht in Ihrer Macht, mir ebenſo nützlich zu ſein, als es in mei⸗ ner Macht ſteht oder geſtanden hat, Ihnen nützlich zu ſein; Ihr alter Platz wartet Ihrer und bedarf Ihrer gar ſehr; es iſt nichts vorhanden, was Sie nur noch eine halbe Stunde hier feſthalten könnte.

Ein Schweigen trat ein, welches nicht eher unterbrochen ward, als bis Arthur, den Rücken ihnen zugekehrt, eine Zeit lang am Fenſter geſtanden hatte, und ſein zukünftiges Frau⸗ chen zu ihm getreten und bei ihm geblieben war.

Ich machte vorhin eine Bemerkung, ſagte nun Daniel Doyce,welche, glaube ich, nicht ganz richtig war. Ich ſagte, Clennam, es ſei nichts vorhanden, was Sie nur eine halbe Stunde lang länger hier feſthalten könnte. Irre ich mich in der Vermuthung, daß Sie es vorziehen würden, bis morgen früh hier zu bleiben? Errathe ich, ohne ſehr weiſe zu

Klein Dorrit. X. 8