Teil eines Werkes 
10. Th. (1857)
Entstehung
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Zum Schluß! 91

erſten Anfangs; und je freundlicher ſie gegen mich waren, deſto mehr verargte ich es ihnen. Ich brachte es heraus, daß ſie über mich triumphirten und daß ſie meinen Neid erregen wollten, während ich weiß— was ich ſelbſt damals wußte, wenn ich wollte,— daß ihnen ſo Etwas nie in den Sinn gekommen war. Und meine ſchöne junge Herrin iſt nicht ſo glücklich, als ſie zu ſein verdiente, und ich habe ſie verlaſſen! Für wie ſchlecht ſie mich halten muß! Aber wollen Sie ein Wort für mich bei ihr einlegen, und ſie bitten, mir zu ver⸗ zeihen, wie Sie Beide mir verzeihen? Denn ich bin nicht ſo ſchlimm, wie ich war,“ ſagte Tattycoram mit eindringlicher Stimme;„ich bin ſchlimm genug, aber nicht ſo ſchlimm, als ich war, wahrhaftig nicht. Ich habe die ganze Zeit über Miß Wade vor Augen gehabt als mein zur Reife gelangtes Ich— alles nach der unrechten Seite wendend und Gutes zu Bö⸗ ſem verkehrend. Ich habe ſie die ganze Zeit über vor mir gehabt, wie ſie an Nichts Vergnügen fand, als mich eben ſo unglücklich, argwöhniſch und ſelbſtquäleriſch zu machen, wie ſie ſelbſt iſt. Nicht, daß ſie ſich dazu hätte ſehr anzuſtrengen gehabt,“ rief Tattycoram, mit einem letzten großen Aus⸗ bruche reuevollen Schmerzes,„denn ich war ſo ſchlimm als nur möglich war. Ich will nur ſagen, daß ich nach Allem, was ich durchgemacht habe, hoffe, nie wieder ganz ſo ſchlimm zu ſein und ſehr langſam Fortſchritte zum Beſſern zu machen. Ich will mich ſehr, ſehr anſtrengen, ich will nicht bei 25 ſtehen bleiben, Sir. Ich will bis 25 Hundert zählen, bis 25 Tauſend!“