72 Sechsundzwanzigſtes Kapitel.
Ecke in den Hof zum blutenden Herzen einbog, wartete Mrs. Plorniſh an der Thür auf ihn und erſuchte ihn geheim⸗ nißvoll, mit in das Hüttchen Sorgenfrei zu kommen. Dort fand er Mr. Rugg.
„Ich dachte, ich wollte hier auf Sie warten. Wenn ich wie Sie wäre, Sir, ſo ging ich heute Morgen nicht auf's Comtoir.“
„Warum nicht, Mr. Rugg?“
„Es ſind nicht weniger als fünf ausgewirkt, ſo viel ich weiß.“
„Es kann nicht zu bald vorüber ſein,“ ſagte Clennam. „Sie mögen mich gleich nehmen.“
„Ja, aber,“ ſagte Mr. Rugg und trat zwiſchen ihn und die Thür.„Hören Sie ein vernünftiges Wort an. Sie wer⸗ den Sie bald genug feſtnehmen, Mr. Clennam, daran zweifle ich nicht; aber nehmen Sie Vernunft an. In ſolchen Fällen drängt ſich faſt immer irgend eine unbedeutende Sache vor und macht den meiſten Lärm. Nun finde ich, daß ein Verhaftsbefehl wegen einer kleinen Sache ausgewirkt iſt— eine bloße Pallaſtgerichtsſache— und ich habe Grund, zu glauben, daß man damit heute kommt. Ich wünſchte nicht, daß Sie deshalb verhaftet würden.“
„Warum nicht?“ fragte Clennam.
„Ich würde mich lieber wegen einer großen Sache ver⸗ haften laſſen, Sir,“ ſagte Mr. Rugg.„Es iſt doch immer gut, auf den äußern Anſtand zu halten. Als Ihr juriſtiſcher Beiſtand würde ich vorziehen, wenn Sie ſich auf einen Be⸗


