46 Neuntes Kapitel.
ſen davon eſſen. Gib dem verwünſchten Burſchen eine Schüſſel Heckſel.“
Unter einem allgemeinen Vorwand, ihm dieſe Erfri⸗ ſchung zukommen zu laſſen, brachte ihn Flora bis an die Treppe; ſelbſt da noch wiederholte Mr. Fs. Tante beſtän⸗ dig mit unausſprechlichem Ingrimm, daß er ein Burſche und zwar ein ſtolzer Burſche ſei, und beſtand immer wieder dar⸗ auf, ihm die Stallfütterung reichen zu laſſen, die ſie bereits ſo entſchieden empfohlen hatte.
„Eine ſo unbequeme Treppe und ſo viele Eckſtufen, Ar⸗ thur,“ flüſterte Flora,„würden Sie Etwas dawider haben mich unter meiner Pelerine mit dem Arm zu umfaſſen?“
Mit dem Gefühl, in einer höchſt lächerlichen Weiſe die Treppe hinab zu gehen, erfüllte Clennam ihren Wunſch und ließ ſeine ſchöne Bürde erſt an der Thür des Speiſeſaales los; ſelbſt da war es ziemlich ſchwer, ſie los zu werden, denn ſie blieb in ſeinen Armen liegen, um ihm zuzuflü⸗ ſtern:„Arthur, um Gotteswillen nur dem Papa kein Wort davon!“
Sie begleitete Arthur in das Zimmer, wo der Patriarch allein ſaß, mit den Schuhen von Tuchſchroten auf dem Ka⸗ mingitter und die Daumen drehend, als ob er niemals da⸗ mit aufgehört hätte. Der jugendliche Patriarch, zehn Jahre alt, ſah aus dem Rahmen über ihm mit nicht ruhigerer Miene als er ſelbſt hernieder. Beide glatte Köpfe waren gleich freundlich gedanken⸗-confus und rund um die Stirn. „Mr. Clennam, es freut mich, Sie zu ſehen. Ich hoffe,


