Teil eines Werkes 
5. Th. (1856)
Entstehung
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Das Wort eines Gentleman. 19

„Nein, Sir'“, ſagte ſie.„Ich vergeſſe es nicht. Ein Le⸗ ben zu führen, ſo einförmig, wie das meine ſeit vielen Jahren geweſen iſt, iſt nicht der Weg, auf dem man vergißt. Ein Leben zu führen, wo man ſich ſelbſt in ſtrenger Zucht hält, iſt nicht der Weg, zu vergeſſen. Zu wiſſen, daß man(wie wir Alle, jeder von uns, alle Kinder Adams) Uebertretungen zu ſühnen und Frieden zu erringen hat, rechtfertigt den Wunſch, zu vergeſſen, nicht. Deshalb habe ich es lange aufgegeben, und ich vergeſſe weder, noch wünſche ich zu vergeſſen.“

Mr. Flintwinch, welcher in der letzten Zeit den Boden⸗ ſatz ſeiner Theetaſſe umgeſchüttelt hatte, goß ihn hier hin⸗ unter, und indem er die Taſſe als fertig damit auf das Thee⸗ bret ſtellte, richtete er ſeine Augen auf Mr. Blandois, als wollte er ihn fragen, was er davon dächte.

„Wurde Alles durch das Wort natürlich“ ausgedrückt“, ſagte Mr. Blandois mit ſeinem glatteſten Bückling und indem er ſeine weiße Hand auf ſeine Bruſt legte.„Ich bin ſtolz darauf, genug Vorausſicht und richtige Werthfchätzung gehabt zu haben(aber wie könnte ich auch ohne Werthſchätzung Blan⸗ dois ſein), um dies Wort zu brauchen.“

„Verzeihen Sie mir, Sir“, entgegnete ſie,„wenn ich die Wahrſcheinlichkeit bezweifle, daß ein Herr, der das Vergnügen und den Wechſel liebt, ein Herr, der ſo artig iſt und ſo ge⸗ wöhnt zu ſchmeicheln und ſich ſchmeicheln zu laſſen—“

„Oh, Madame! Beim Himmel!“

—, Wenn ich es unwahrſcheinlich finde, daß ſolch ein Cha⸗

rakter vollſtändig begreift, was zu dem meinen in meinem Zu⸗ 2*