Niemands Verſchwinden. 135
Wohlwollen athmeten, ſowol an ſie, als an Miß Wade. Da weder auf dieſe Epiſteln, noch auf eine andere, die an das hartnäckige Mädchen von der Hand ihrer einſtigen jungen Herrin geſchrieben wurde, eine Antwort kam lalle drei Briefe wurden Wochen nachher zurückgeſtellt, da man die Annahme an der Hausthür verweigert hatte), ſo ſandte er Mrs. Mea⸗ gles ab, um den Verſuch einer perſönlichen Zuſammenkunft zu machen. Da dieſe würdige Dame nicht im Stande war, eine zu erlangen und ihr ſtandhaft der Zutritt verweigert wurde, ſo bat Mr. Meagles Arthur, noch einmal zu ſehen, was er ausrichten könnte. Dieſer willigte ein, aber Alles, was dabei herauskam, war ſeine Entdeckung, daß das Haus unter Aufſicht der alten Frau gelaſſen worden, daß Miß Wade fort war, daß das Gewirr und Durcheinander von Möbeln fort war, und daß die alte Frau jedwede Anzahl von halben Kro⸗ nen annahm und dem Geber freundlich dankte, aber keinerlei Nachricht für dieſe Münzen auszuwechſeln hatte, mit Aus⸗ nahme der, daß ſie ihm ſtets ein Verzeichniß von niet⸗ und nagelfeſten Gegenſtänden zur Einſichtnahme anbot, welches der Schreiber des Hausmäklers in der Hausflur zurückgelaſſen hatte.
Selbſt nach ſo mißlichem Erfolg nicht Willens, die Un⸗ dankbare aufzugeben und ſie ohne Hoffnung zu laſſen, falls ihre beſſeren Neigungen die Oberhand über die dunklere Seite ihres Charakters gewännen, rückte Mr. Meagles ſechs Tage hintereinander einen vorſichtig und rückſichtsvoll abgefaßten Aufruf in die Morgenblätter, in welchem es hieß, wenn eine 10*


