Teil eines Werkes 
2. Th. (1856)
Entstehung
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Mütterchen. 23

ein gutmüthiges und an ſich angenehmes Lächeln, das aber dadurch, daß es ſtets da war, mitleiderregend wurde. Eine große weiße Haube mit einem gewaltigen undurchſichtigen Faltenſtreifen, welcher fortwährend herumklappte, bat für Maggy's Kahlkopf um Entſchuldigung und machte es ihrem alten ſchwarzen Hute ſo ſchwierig, ſeinen Platz auf ihrem Kopfe zu behaupten, daß ſich derſelbe wie der Säugling einer Zigeunerin um ihren Hals klammerte. Ein Comité von Schnittwaarenhändlern allein hätte Bericht erſtatten können, wovon der Reſt ihres ärmlichen Anzugs gemacht war; aber er hatte im Allgemeinen eine ſtarke Aehnlichkeit mit See⸗ tang, zwiſchen welchen hin und wieder ein gigantiſches Theeblatt eingeſtreut ſchien. Beſonders ihr Umſchlagetuch ſah wie ein lange ausgekochtes Theeblatt aus.

Arthur Clennam warf einen Blick auf Klein Dorrit, welcher ſagte:Darf ich fragen, wer das iſt? Klein Dor⸗ rit, deren Hand dieſe Maggy, indem ſie ſie noch immer Müt⸗ terchen nannte, zu ſtreicheln begonnen, antwortete mit Wor⸗ ten.(Sie befanden ſich unter einem Thorwege, in welchen die Mehrzahl der Kartoffeln gekollert waren.)

Das iſt Maggy, Sir.

Maggy, Sir, wiederholte wie ein Echo die geſchilderte Perſönlichkeit.Mütterchen!

Sie iſt die Enkelin ſagte Klein Dorrit.

Enkelin, ſagte Maggy als Echo.

Meiner alten Amme, welche ſchon lange todt iſt. Maggy, wie alt biſt Du?