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einen ausführlichen Bericht verdient und Anlaß zu Be⸗ trachtungen gibt; insbeſondere mag es jedoch am Orte ſeyn, beizufügen, wie ich bei der Erzählung meiner Wech⸗ ſelſchickſale klarer, als je zuvor, erfuhr, daß eine unwider⸗ ſtehliche, ordnende Macht, eine Hand von Oben, alle un⸗ ſere Handlungen leitet, unſere Entwürfe beſchränkt und allem, was auf uns Bezug hat, ſeinen Gang anweist.
Solche Erwägungen führen nothwendig zu der Erkennt⸗ niß, welchen demüthigen Dank wir dem höchſten Weſen dafür ſchuldig ſind, daß es alles leitet und eine Kette von Urſachen und Wirkungen ſchafft, denen alles Geſchaffene ſtrenge Folge leiſtet. Iſt doch es der Urquell alles Beſte⸗ henden, welchem ausſchließlich die Ehre gebührt.
Ich darf wohl ſagen, daß ich bisher ohne Gott in der Welt gelebt hatte; aber jetzt lernte ich weiter ſehen, als ich es je vorher im Stande geweſen, und dieß brachte mich endlich zu wahrhafter Scham und Reue über die Kette von Uevertretungen, welche meinem ganzen Leben zur Seite gegangen war.
In dieſer Stimmung habe ich meine Geſchichte nieder⸗ geſchrieben. Mögen meine Leſer bedenken, wie viel leichter es ihnen wird, zu Hauſe und im Umgange mit guten Menſchen tugendhaft zu leben, als wenn ſie in der Fremde umhergeworfen würden unter der Zuchtruthe des deportir⸗ ten Verbrechers, wie es bei meinem Weibe und meinem Lehrer der Fall geweſen, oder unter den Gefahren und Mübſeligkeiten eines ſchiffbrüchigen Wanderns(denn auf dieſem Wege kam, wie ich hörte, ver Capitän meiner Schaluppe zu einem bußfertigen Ende, nachdem er unter unfäglichen Mühen, durch Wüſten und Gebirge, mit dem Ueberreſte ſeiner Mannſchaft über Carolina den Heimweg nach Virginien fand), oder in der Verbannung, fern von dem heimiſchen Heerd und ohne die Ausſicht, ihn je wieder zu ſehen, wogegen auch die angenehmſten Verhältniſſe nur einen kümmerlichen Erſatz zu bieten vermögen⸗
In meinem Cxile hatte ich alſo Muße zum Nachdenken


