Druckschrift 
Oberst Jack : oder Schicksale eines Elternlosen / vom Verf. des "Robinson Crusoe". Aus d. Engl. von Carl Kolb
Entstehung
Einzelbild herunterladen

-2 496&-

und nachdem ich meinem Carga noch einiges beigelegt hatte, begann ich, mich zu meiner Weſtindienfahrt anzuſchicken.

Ich hatte meine Schaluppe etwas höher bauen laſſen, ſo daß ſie zwölf Kanonen führen und daher auch zur Vertheidi⸗ gung gebraucht werden konnte; denn ich hatte nicht im Sinne, mich wieder durch etliche aniſche Barcolongos angreifen und nehmen zu laſſen.

Wir gingen anfangs Auguſt unter Segel, und da ich ſchon zweimal bei Fahrten durch den Golf von Florida und an den Bahamainſeln vorbei von Seeräubern beläſtigt wor⸗ den war, ſo entſchloß ich mich, trotz des Umwegs durch das offene Meer zu ſteuern.

Wir paſſirten den Wendekreis unſerer Berechnung nach ziemlich an der Stelle, wo der bekannte Sir William Phipps das Silber aus den Wracken der ſpaniſchen Silberflotte her⸗ auffiſchte, ſteuerten zwiſchen den Inſeln einwärts, hielten unſern Curs ſüdweſtlich unter der Inſel Cuba und kamen ſo in den großen mexikaniſchen Meerbuſen, indem wir die In⸗ ſel Jamaica ſüd⸗ und ſüdöſtlich liegen ließen und auf dieſe Weiſe die Spanier von Cuba oder Jamaica zu vermeiden gedachten.

Als wir die Weſtſpitze von Cuba umſegelten, kamen drei ſpaniſche Boote auf uns zu, um zu entern, wie ſie es uns be⸗ reits ſchon auf einer andern Seite der Inſel gemacht hatten; aber dießmal fanden ſie ſich getäuſcht; denn wir waren ihnen zu ſtark. Wir entblößten unſere Kanonen, welche ſie zuvor nicht bemerkt hatten, und lösten 3 oder 4 Schüſſe auf ſie,

worauf ſie ſich zurückzogen. Des andern Morgens kamen ſie wieder(ſie hatten dießmal fünf große Boote und eine Barke)