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Oberst Jack : oder Schicksale eines Elternlosen / vom Verf. des "Robinson Crusoe". Aus d. Engl. von Carl Kolb
Entstehung
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N 8

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Man wird es begreiflich finden, daß dieß ein ſehr unbehagliches Leben für mich war, das ich für die Länge nicht ertragen konnte; denn ich ſah mich jetzt auf einmal aus einem großen Mann, einer Magiſtratsperſon und dem Herrn von drei Pflanzungen, auf welchen mir drei bis vierhundert Sclaven zu Gebot ſtanden, zu einem armen ſich ſelbſt verurtheilenden Rebellen umgewandelt, der ſich nicht ſehen laſſen durfte, und eben ſo gut oder noch beſſer hätte in Lancaſhire oder London weilen und ſich daſelbſt verbergen können, bis der Sturm vorüber war. Jetzt aber war die Gefahr bis in meine Heimath, ſogar in meine Thüre gefolgt, und ich mußte jeden Tag fürch⸗ 3 ten, angegeben, aufgegriffen und in Feſſeln nach England geſchickt zu werden, wobei als natürliche Folgen meine Pflanzungen und Beſitzthümer der Krone anheim fielen.

Ich hatte nur eine Hoffnung, die mir einigermaßen zum Troſte gereichte, nämlich daß ich nur ſo kurz unter ihnen geweſen und nichts für ſie gethan hatte. Dazu hatte ich als Fremder gegolten; denn niemand kannte meinen Namen, und die meiſten, wo nicht alle, nannten mich nur den franzöſiſchen Obriſt.

Mein erſter Schritt beſtand darin, daß ich nach Hauſe ging und meine Frau ins Vertrauen zog. Ich unterließ es jedoch nicht, ihr zwar bemerklich zu machen, daß ich jetzt im Begriffe ſey, mein Leben in ihre Hände zu geben und es ihrer Macht anheim zu ſtellen, mir all