— 148—
Nein, ich danke Ihnen, Madam, erwiderte der Capitain ſehr beſcheiden.
's iſt Ihnen gewiß nicht ganz recht, und Sie haben eine kleine Anregung nöthig, ſagte Mrs. Mae Stinger. Wollen Sie nicht einmal eine Flaſche Sherry verſuchen?
Nun ja, Madam, erwiderte der Capitain, wenn Sie ſo gut ſein wollten ein Glas mitzutrinken, ſo möchte ich wohl ein⸗ mal probiren. Wollen Sie mir vielleicht den Gefallen thun, ſagte der Capitain, von ſeinem Gewiſſen zerfleiſcht, ein Viertel⸗ jahr Zins im Voraus anzunehmen?
Und warum, Capitain Cuttle, entgegnete Mrs. Mac Stin⸗ ger— mit Schärfe, wie Capitain Cuttle vorkam.
Der Capitain war zum Tode erſchrocken. Sie würden mir einen Gefallen damik thun, Madam, ſagte er mit Unterwürfig⸗ keit. Ich kann nicht gut auf Geld halten. Es vertrödelt ſich bei mir. Ich ſähe es gern, wenn Sie mir den Gefallen thäten.
Nun, ganz wie Sie wollen, ſagte die argloſe Mrs. Mac Stinger und rieb ſich die Hände. Eine Frau mit einer Familie, wie ich, kann ſo etwas nicht abſchlagen.
Und wollten Sie auch ſo gut ſein, Madam, ſagte der Ca⸗ pitain, und nahm die Zinnbüchſe, in der er ſein Geld aufbe⸗ wahrte, vom Schranke, jedem Ihrer lieben Kleinen achtzehn Pence zu geben? Und wenn es gerade ginge, und Sie ließen ſie alle miteinander einmal hierher kommen, ſo würde ich ſie gern ſehen.
Dieſe unſchuldigen Mae Stingers waren eben ſoviel Dolche für des Capitains Herz, al ls ſie hereinſtürmten und ihn mit dem argloſen Vertrauen, das er ſd wenig verdiente, umfingen. Das
—


