Teil eines Werkes 
1. Th. (1847)
Entstehung
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wonnen hatte; daß ein neuer vergoldeter Bauer für den alten kleinen Kanarienvogel angekommen war; daß verſchiedene Verzierungen aus bunter Pappe und Papier den Kaminſims und die Tiſche zu ſchmücken ſchienen; daß ein oder zwei Blumenſtöcke plötzlich im Fenſter emporgeſproßt waren; daß Miß Toy zuweilen ſich auf dem Spinett übte, deſſen Kranz von ſpaniſchen Wicken ſtets anſpruchsvoll unter einem Notenbuch, von ihrer eignen Hand mit den Copenhagenwalzern bereichert, prunkte.

Dabei war auch noch Miß Tox ſeit ziemlicher Zeit mit großer Sorgfalt und Eleganz in Halbtrauer gekleidet erſchienen. Dies aber half dem Major aus ſeiner Verlegenheit; und er war zu der Ueberzeugung gelangt, daß ſie eine kleine Erbſchaft ge⸗ macht habe und ſtolz geworden ſei.

Gleich am nächſten Tage, nachdem er ſein Gemüth durch dieſe Schlußfolgerung erleichtert hatte, gewahrte der Major, alser beim Frühſtück ſaß, eine ſo wunderbare Erſcheinung in dem kleinen Beſuchzimmer der Miß Tox, daß er eine Zeit lang wie ein Mar⸗

morbild auf dem Stuhle ſaß; dann ſtürzte er in's andre Zimmer

und erſchien wieder mit einem doppelten Operngucker, durch den

er die Erſcheinung einige Minuten lang beobachtete.

Es iſt ein Kind, Sir, ſagte der Major, den Gucker wieder zuſammenſtoßend, bei funfzigtauſend Pfund! Der Major konnte es nicht vergeſſen. Er konnte weiter

nichts thun als pfeifen und die Augen in dem Maße aus dem

Kopfe drängen, daß ſie dagegen in ihrem frühern Zuſtand als hohl und eingeſunken gegolten hätten. Ein Tag nach dem

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