Teil eines Werkes 
1. Th. (1823)
Entstehung
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Feldpredigt*) kamen, und entſchuldigte ſich ſo artig, daß ich ſie fuͤr das huͤbſcheſte Maͤdchen im ganzen Thale hielt. Wir ſprachen von der Predigt, ſagten uns etwas aus dem hohen Lie⸗ de und ſchieden mit dem Verſprechen, uns um Mitternacht in ihres Vaters Scheune zu ſe⸗ hen. Ich kam puͤnktlich, und auch das andaͤch⸗ tige Maͤdchen hielt ſo redlich Wort, daß ſie mit dem Schlag Zwoͤlf den Schluͤſſel in der Scheu⸗ nenthuͤre umdrehte. Sie oͤffnete ein Thuͤrchen, und ließ das Sommermondlicht ein. Wir ſetz⸗ ten uns neben einander auf zwei umgeſtuͤrzte Scheffel, und ſaßen da in dem ſchweigenden Lichte des nächtlichen Geſtirnes.

Ich ſah das Maͤdchen an, und ſie blickte mit einem Anſchein von ſproͤder, aber ſchlauer Gemuͤthsruhe, auf die Mauer gegenuͤber und ſchien die Steine darin zu zaͤhlen. Waͤre ich

* Bei den ſtrengen Presbyterianern in Schottland wa⸗ ren Predigten in freiem Felde uͤblich.

d. Ueb.