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Edward Myers oder Erinnerungen aus dem Leben eines Seemannes / hrsg. von James Feminore Cooper
Entstehung
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ſchon manchen richtigen Begriff zu haben ſchienen; ich wußte wohl, daß meine Lehren kaum mehr waren, als wenn ein Blinder den andern lehren will, allein es war doch wenigſtens das Verdienſt dabei, daß es von Gott kam, indem ich in einem, meinen demüthigen Anſprüchen auf ſeine Gnade entſprechenden Tone mit den Malayen verkehrte.

Dieſe Diener reichten mir am andern Morgen ein Frühſtück und brachten meine Habſeligkeiten und Koffer zum Strande hinab, wo das Boot desPluto mich aufnahm. Wie glücklich war ich nicht, mich ſelbſt nun wieder unter den Sternen und Streifen der amerikani⸗ ſchen Flagge zu befinden, wo ich wohl aufgenommen und ſehr human behandelt wurde. Etwa zwanzig Tage, nach⸗ dem ich an Bord gekommen war, ging das Schiff nach Bremerhafen unter Segel.

Ich konnte natürlich auf der Ueberfahrt mich kaum nützlich machen, denn ich mußte auf allen Vieren krie⸗ chen, wenn ich mich über das Verdeck hinwegbewegen wollte; nur Nadel und Spließhorn konnte ich ohne An⸗ ſtrengung führen. Wir mochten etwa vierzehn Tage un⸗ terwegs ſein, als der Schiffszimmermann, von New⸗ York gebürtig, ſtarb; ich machte den Verſuch, ihm aus der Bibel vorzuleſen und mit ihm zu beten, allein ich kann nicht ſagen, daß das Bewußtſeyn ſeiner wahren Lage in ihm erwachte. Wir berührten St. Helena, um Waſſer einzunehmen, und durften nun, da Napoleon längſt todt war, ungehindert landen; als wir unſere Waſſerfäſſer gefüllt hatten, gingen wir wieder unter Segel und erreichten unſern Hafen zu gehöriger Zeit.

Ich war nun in Europa, einem Welttheile, den ich wieder zu ſehen zehn Monate zuvor kaum gehofft hätte; allein noch immer war es mein ſehnlichſter Wunſch, nach Amerika zurückzukehren, und ich erhielt daher Er⸗ laubniß, auf dem Schiffe zu bleiben. Kapitän Bunting und Herr Bowden, der Steuermann, behandelten mich