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Edward Myers oder Erinnerungen aus dem Leben eines Seemannes / hrsg. von James Feminore Cooper
Entstehung
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krank zu Bett. Am Morgen war der Reſt des Geldes verſchwunden, und da ich mich noch zu ſchwach fühlte, um noch an demſelben Tage auf die Kanzleien des Ma⸗ rine⸗Departements zu gehen, blieb ich zu Hauſe und

verkürzte mir die Zeit mit Trinken— brachte aber den ganzen Tag nicht einen Biſſen Nahrung über die Lippen.

Am andern Tage nahm ſich der Wirth die Mühe, ſich nach dem Zuſtand meiner Böorſe zu erkundigen, und ich ſagte ihm unverhohlen die Wahrheit, was denn eine offen⸗ herzige Erläuterung und Auseinanderſetzung zwiſchen uns Beiden veranlaßte, in welcher er mir zu verſtehen gab, daß ich die längſte Zeit hier Quartier gefunden. Ich erfuhr nachher, daß ich in eine Herberge für Soldaten von der Linie gerathen war, und ich konnte mich nun freilich nicht wundern, daß dieſe Leute einen alten wetter⸗ gefurchten Matroſen nicht zu behandeln verſtanden. Kapitän Mir hatte mir einen Brief an Kommodore Chauncey mitgegeben, der hier wohnte und einer der Marine⸗Kommiſſäre war. Ich war innig überzeugt, der alte Herr werde keinen von ſeinen alten Burſchen von der„Peitſche“ im Hauptquartier umkommen laſſen, und ſo hinkte ich denn halbſiech auf die Kanzlei des Marine⸗ Departements, und erhielt Zutritt zu ihm. Der Kommo⸗ dore ſchien erfreut, mich wiederzuſehen, befragte mich lange über die näheren Umſtände bei dem Untergang des Schoo⸗ ners, und gab mir ſchließlich noch Verhaltungsmaßregeln an die Hand. Ich erfuhr nun, daß mein Penſionsſchein bereits in Waſhington eingetroffen, aber wieder nach Pen⸗ ſacola zurückgeſandt worden war, um den Mangel an einer gewiſſen Förmlichkeit zu ergänzen. Dies nöthigte mich, eine Zeitlang in Waſhington zu verweilen, und da mir immer ſchlechter wurde, kehrte ich mit dieſer Bot⸗ ſchaft in mein Koſthaus zurück. Der Herr, welcher dieſe Schenke hielt, ſchien indeß mit der Nachricht nichts weni⸗ ger als zufrieden zu ſeyn, ſondern gab mir vielmehr einen Wink, der nun auf einmal die Thüre zwiſchen mich und ihn legte. Dies war das Erſtemal in meinem Leben, daß