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Edward Myers oder Erinnerungen aus dem Leben eines Seemannes / hrsg. von James Feminore Cooper
Entstehung
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keinen Gefallen an der Marine, und hatte ſich entſchloſſen, nach Amerika zu gehen. Wir mußten ihn zum Lande hin⸗ ausſchmuggeln, damit er ferner dem Preßgang entgehe, und er kam unvermuthet und zur Nachtzeit zu uns an Bord, während wir noch im Fluſſe lagen. 24 Der„Sterling“ war auf dieſer Fahrt nur ſpärlich bemannt, und hatte kaum vier Mann für die Wache; trotzdem aber refften wir oft in Einer Wache alle Segel ein, obwohl Cooper und der kleine Däne faſt nur noch Knaben waren. Unſere Steuerleute pflegten ſtets auf dem Verdeck zu ſeyn, und waren Beide tüchtige, thätige und verſtändige Männer. Auch der Koch war ein tüchtiger Burſche, wenn's um's Ziehen und Schleppen und jede harte Arbeit ſich handelte. In unſerer jetzigen verzärtelten Zeit, wo zwei oder drei Tage anhaltenden Wachtdienſtes eine ganze Handvoll junger Männer zu Grunde richten würden, blickt man mit ſtolzem Selbſtbewußtſeyn auf eine ſolche Fahrt zurück, wo vierzehn Männer und Knaben— der letzteren waren es vier— ein Schiff von zientcher Größe ganz allein über den atlantiſchen Ocean hin⸗ überbrachten, in Einer Wache(wo alſo nur vier Mann im Dienſte waren) alle Segel einrefften, und friſchen Muthes

und ohne ſonderliche Beſchwerde manchen Windſtoß aus⸗

hielten. Ja, ich möchte faſt annehmen, daß im Nothfalle die Hälſte unſerer Bemannung hinreichend geweſen wäre, den„Sterling“ zu bedienen. Einer der Knaben, deren ich Erwähnung that, hieß John Pugh, ein kleiner Burſch, den der Kapitän in London als Lehrling angenommen hatte, und der diesmal zum Erſtenmal in ſeinem Leben in See war.

Wir hatten eine lange Ueberfahrt, und jeder Zoll⸗ breit unſerer Fahrt den Dunen(Sandhügeln an der Küſte der Grafſchaft Kent) entlang war harte Arbeit, weil wir mit Ebbe und Fluth zu kämpfen hatten. Hier mußten wir ein paar Tage lang liegen, weil wir auf Wind zu warten hatten. Den halben Sommer hindurch herrſchte anhal⸗ tender ſchar et Südweſtwind, und der Kapitän war nicht geneigt, mit konträrem Wind in die See zu ſtechen. Wir