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Edward Myers oder Erinnerungen aus dem Leben eines Seemannes / hrsg. von James Feminore Cooper
Entstehung
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mehr, je eher deſto lieber mit dem Schiffe auszulaufen. Der„Sterling“ hatte eine gute altväteriſche Kajüte, ſo bequem als dieſe nur immer im Jahr 1806 wa⸗ ren; und ich ſtolzirte in dieſer Kajüte umher, durch⸗ ſtöberte alle Schränke, Schubladen, und ſpazierte auf dem Companion*) einher, als bildete es einen weſent⸗ lichen Theil eines Palaſtes. Dan Mac Coy war jeden Tag an Bord, und wir hatten das ganze Fahrzeug zu unſerer Verfügung. Zwei oder drei Tage ſpäter nahm mich Kapitän Johnſton in die Kajüte und ging einen ſchriftlichen Kontrakt mit mir ein, wonach ich bis zum einundzwanzigſten Jahr unter ihm dienen ſollte. Nun verſöhnte ich mich noch mehrmit meiner Lage, und faßte mehr Vertrauen, da ich wohl wußte, daß Doktor Heizer keine geſetzliche Obmacht über mich hatte; auch verletzte es keineswegs meinen Stolz, daß ich mich zu derartigen Handreichungen bequemen mußte, wie ſie mein Beruf als Kajütenſunge mit ſich brachte, weil ich dadurch mei⸗ nen Wunſch erreicht hatte und mich an Bord des Schif⸗ fes befand.

Bald darauf begann der„Sterling“ ſeinen Kargo einzunehmen, der in einer Fracht Mehl nach Cowes, einem kleinem Marktſlecken beſtimmt, beſtand; man füllte nicht allein den ganzen Schiffsraum damit an, ſondern auch noch das Staatszimmer und die Kajüte, und ließ kaum ſoviel Raum, daß man über die Fäſſer hinweg⸗ nach den Coyen und Verſchlägen der Mannſchaft klettern konnte. Nur im Innern der Kajüte, hart an der Thüre, ward ein kleiner Raum für den Tiſch übrig gelaſſen. Zu jener Zeit waren Paſſagiere nicht ſo gewoͤhnlich wie jetzt, obwohl der Handel in vollem Flor ſtund und jedes Schiff alsbald volle Ladung fand. Schon waren unſere Segel zur Abreiſe gerüſtet, als der Agent und Rheder unſeres Schiffes mit einem andern Kanfmann zu uns an

.) Der Companion(Companion, Com anion way) iſt eine Art bedeckten Vorplatzes aus Holz vor der Kajüte des Kapitäns.