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Edward Myers oder Erinnerungen aus dem Leben eines Seemannes / hrsg. von James Feminore Cooper
Entstehung
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kommen laſſen, ebenſo freimüthig und offenherzig als von dem Bedürfniß überzeugt, mir Freunde zu gewinnen. Man reichte mir Speiſe und Trank, und noch am ſelben Abend führten mich Doktor Heizer und ſeine Gattin Broadway hinab und ließen mir eine hübſche Kleidung machen. Eine

Woche ſpäter ward ich von ihnen zur Schule geſandt, die

ich ſehr regelmäßig beſuchte.

Was Dolktor Heizer hinſichtlich meiner Ankunft zu thun für gut hielt, habe ich nie in Erfahrung gebracht, indeß glaube ich annehmen zu dürfen, daß er Herrn Marchinton davon benachrichtigte, der ein genauer Bekannter von ihm war; meine Schweſter Harriet behauptete indeß noch im⸗ mer, die erſte Nachricht, welche ihnen von mir zukam, ſey von weit ſpäterem Datum und aus einer ganz anderen Quelle geweſen. Sey dem nun wie ihm wolle, ſo ward ich doch in dieſer Familie recht liebevoll aufgenommen und ſtets ſo behandelt, als wäre ich ein Glied derſelben geweſen. Der Doktor Heizer hatte keinen Sohn, und es ſchien nicht anders, als betrachte er mich für einen ſolchen.

Ich blieb in dieſer Familie vom Herbſt 1805 bis zum Frühjahr 1806. Der Beſuch der Schule entleidete mir bald und ich begann ſie daher wiederum zu ſchwänzen, ſchlenderte gewöhnlich an den Löſchungsplätzen umher und gaffte nach den Schiffen. Doktor Heizer erfuhr dies bald und entdeckte, da er mich genau beobachtete, die no im⸗ mer bei mir vorwaltende Neigung für das Schifferleben,

weßhalb er mich ich eines Tages bei Seite nahm und mir ſammt ſeiner Gatin einzureden ſuchte, ich ſolle nach Halifar zurückkehren; allein ich war inzwiſchen mehr und mehr abgeneigt geworden, dieſen Schritt zur Rücktehr zu thun. Die Wahrheit zu geſtehen, fürchtete ich mich noch immer vor der harten Peitſchenſtrafe und der ſtrengen Zucht, welcher ich in Zukunft unterliegen ſollte. Soviel iſt gewiß, daß, wenn auch manchmal ſtrenge Zucht für gewiſſe Na⸗ turen heilſam und unentbehrlich, ſie doch bei tal erfolglos iſt; zu den letztern gehörte auch

denn ich bin überzeug

i andern to⸗ die meinige, ü t, daß ich weit eher durch Milde, als

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