Teil eines Werkes 
9 (1851) Die Beweinte von Wish-Ton-Wish oder die Puritaner in Connecticut / von J. F. Cooper ; Aus dem Englischen von Dr. Gottfr. Friedenberg
Entstehung
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der erſten Bewohner des Thales ſtand, machte er ſich ein Ver⸗ gnügen daraus, dem Fremden in ſeinen Nachforſchungen behülflich zu ſeyn. Die Familien der Dudley's und der Ring's waren ſowohl im Dorfe als in deſſen Umgebung zahlreich. Er führte ihn an eine Stelle, wo in der Mitte vieler mit dieſen Namen bezeichneter Grabſteine ſich ein älterer erhob, auf welchem dieſe Worte zu leſen waren:Ich bin Nipſet, ein Narraganſett; nächſten Schneefall werde ich ein Krieger! Ein Gerücht geht, daß der unglückliche Bruder der Glaube nach und nach zu den Gebräuchen des geſitteten Lebens zurückkehrte, jedoch häufig ſich in der Einbildung an den verführeriſchen Freuden zu ergehen pflegte, die er einſt in den freien Wäldern genoſſen hatte.

In ihrer Wanderung durch dieſe teaurigen Ueberreſte ehema⸗ liger Scenen fragte der Fremde, wo Conanchet begraben liege? Der Geiſtliche war ſogleich bereitwillig, den Ort zu zeigen. Das Grab befand ſich auf dem Hügel, und war nur an einem Stein zu Häupten bemerkbar, den der Fremde bei ſeiner erſten Nach⸗ ſuchung, wegen des üppigen Graſes, überſehen hatte. Es waren nur die Worte zu leſen:der Narraganſett. 3

Und dieſer daneben? fragte der Forſcher.Hier iſt ja noch

einer, den ich vorher nicht bemerkte.

Der Geiſtliche beugte ſich zur Erde und ſäuberte das beſchei⸗ dene Grabmal von dem darauf wuchernden Mooſe. Dann zeigte er auf eine, mit mehr als gewöhnlicher Sorgfalt gegrabene Zeile. Die Inſchrift lautete einfach:

Die Betrauerte des Thales.

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