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das Wohnhaus errichtet war, eine ununterbrochene Reihe hoher, aus jungen Baumſtämmen beſtehender Palliſaden, die durch Band⸗ eiſen und horizontal anliegende Holzſtücke dicht aneinander befeſtigt waren und offenbar mit großer Sorgfalt in gutem Zuſtande erhalten wurden. Das Ganze dieſer Grenzfeſtung machte einen Eindruck des Abgerundeten und Bequemen, ja, wenn man in Anſchlag bringt, daß der Gebrauch des Schießgewehrs in dieſen Wäldern noch un⸗ bekannt war, des Militäriſchen.
Nicht weit von dem Fuß des Hügels ſtanden die Scheunen und Ställe, im weiten Umkreiſe von rohen aber warmen Schobern umgeben, unter welchen die Ninder⸗ und Schafheerden gewöhnlich Obdach gegen die Stürme der ſtrengen Winter des Klimas fanden. Die Oberfläche der unmittelbar um die Außengebäude umherliegenden Wieſen hatte einen weichern und üppigern Schmelz, als die, welche entfernter belegen waren, ſo wie auch die Einhegungen nach einem weit künſtlichern, vielleicht auch dauerhaftern, obgleich ſchwerlich dem Zweck entſprechendern, Plan verfertigt waren. Ein großer Obſtgarten, vor zehn bis fünfzehn Jahre angepflanzt, erhöhte noch das cultivirte Ausſehen dieſes lachenden Thales, wodurch es in ſo ſtarkem und angenehmem Contraſt ſtand mit dem unabſehbaren und faſt unbewohnten Wald rund umbt.
Von dieſem unbegrenzten Wald ſelbſt iſt es nicht nöthig zu ſprechen. Mit der einzigen Ausnahme der Bergſeite und einiger Windreihen hier und da, denen entlang die Bäume aus der Wurzel geriſſen waren, durch jene wüthenden Luftſtöße, die zuweilen in einer Minute ganze Morgen Waldung zu Boden legen, konnte in dieſem ungeheuern Hintergrunde des ſtillen ländlichen Gemäldes das Auge auf keinem andern Gegenſtande verweilen, als dem ſcheinbar end⸗ loſen Labyrinth der Wildniß. Die oft unterbrochene Oberfläche des Bodens ließ jedoch den Blick in einem begrenztern Horizont ruhen. Menſchliche Kunſt konnte ſchwerlich ſo lebendige, heitere Farben erfinden, als die, welche das glaͤnzende Laub der Wälder zeigte.


