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Spannung zu verſetzen, ſei es ſelbſt auf die Gefahr hin, ein Menſchenleben zu opfern?
Dies war auch heute der Fall.
Man wußte, welcher Gefahr gegenüber ſich die Reiterin wie auch das Pferd befunden und doch be⸗ gnügte man ſich nicht mit dem ſo reich von Beiden verdienten Beifalle; die Nerven waren erregt, man ver⸗ langte mehr, tobend wurde die Wiederholung des ge⸗ fahrdrohenden Schauſpieles verlangt! Man hatte ja ſein Geld bezahlt, man hatte ein Anrecht gewonnen, ſich zu amüſiren, dieſes Anrecht tyranniſch durchzuführen war man entſchloſſen, gleichviel ob die Künſtlerin wollte oder nicht, gleichviel ob dies Verlangen die Kräfte der Ausübenden überſtieg oder nicht?
„Solche Leute müſſen ſich dadurch nur geehrt füh⸗ len“, war der heimliche Gedanke der großen Mehrzahl der Zuſchauer.
Wie verſchwindend klein war leider unter dieſen die Zahl der ruhig Denkenden, welche ſich tapfer dem Verlangen der gleichſam von Wahnſinn bethörten Menge
entgegenſtemmten! Breiten bot Alles auf, ſeine Bekannten
und Freunde in dieſen Weg zu leiten, Iſabella ſelbſt aber zu beſtimmen, dem unſinnigen Verlangen nicht nachzugeben. Schon hoffte er ſeine Braut zu einer
feſten Haltung gegenüber ungerechtfertiger Anfor⸗ 12*


