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ganten zu fallen. Grundſätzlich unehrliche Menſchen ſind aber in einer ſo bewegten Zeit wie die jetzige mehr als gefährlich für Idealiſten, wie leider unſer Meſſenhauſer es iſt.“
„Da haſt Du vollkommen Recht. Indeſſen halte ich Meſſenhauſer doch für klug genug, die ihm drohende Gefahr rechtzeitig zu erkennen.“
„Hoffen wir es“, bemerkte Breiten ernſt.„Dann aber wird er auch gewiß noch ſeinen Weg machen.“
„Ich wußte gar nicht, daß Ihr Euch kanntet!“
Die Freunde verbrachten auch den Abend gemein⸗ ſam, nachdem ſie in einem damals ſehr beliebten Vor⸗ ſtadttheater dem Gotte des Scherzes gehuldigt. Das alte Band einſtiger Freundſchaft ſchlang ſich erneut um zwei Menſchen, welche ſich ſo unerwartet wieder⸗ gefundetit.
Für Breiten begann nun eine Zeit des Ringens, wie ſie jeder echten Künſtlernatur nicht erſpart bleibt; aber die heilſame Thätigkeit, der er ſich hingab, zer⸗ theilte auch jene trüben Gebilde der Muthloſigkeit, welche nach den letzten Ereigniſſen auf Adlerberg über ihn Herr zu werden drohten. Das neue Leben an
Braun's Seite, ſo ſeltſam in ſeinen Contraſten von Armuth und zeitweiliger Fülle, je nachdem dem nach
Brod gehenden Schriftſteller geringere oder reichliche


