denn jede Kehle war ausgetrocknet. Hen⸗ riette kam, mit langſamen Schritten, einen ſteinigen Berg herab.— In mancherley Ge⸗ ſchaͤften hatte ſie dieſen heißen Tag hin⸗ gebracht, und jetzt kaum noch eine Viertel⸗ ſtunde von ihrer Wohnung. Aber— je naͤher die Stadt, je ſchwerer die La 3 pflegt man zu ſagen;— und dieſes erfuhr ſietzt Hen⸗ riette. Sie war muͤde! ſchier mögt' ich ſa⸗ gen: das erſtemal in ihrer Leben.— Sie trank aus dem Quell— marf ſich unter ei⸗ ne ſchattige Eiche— ſeufite und ent⸗ ſchlief.
Ein achtzehnjaͤhriges ſchönes Maͤdchen ſchlafen zu ſehn— iſt gewiß ein ſchoͤnes Schauſpiel; und noch obendrein in dieſen Umſtaͤnden.— Ich habe Weib und Kinder; aber— ich wuͤnſchte doch: an jener Eiche zu lehnen.
Vielleicht bin ich nicht der einzige Narr, der ſo denkt.
Als ſie erwachte, ſtand— auf ſeine Büch⸗ ſe geſtutzt— ein ſchoͤner Jäͤger vor ihr.—


