Teil eines Werkes 
1. Theil (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

252

digſter Arnulph!« erwiederte Emich lachend,»denn die ſtreitigen Weingaͤrten haben endlich einen einzigen, und obſchon Du als mein Beicht⸗ vater mein Inneres kennſt, einen wuͤrdigen Herrn gefunden. Ich ſchwoͤre es Dir bei meinem Ritter⸗ worte, daß nicht eine Flaſche des Weines, den Du ſo ſehr verdammſt, je Deinem Geſchmack Gewalt anthun ſoll.«

Der Graf blickte den Moͤnch triumphirend und in der Erwartung an, daß derſelbe trotz ſeines Lo⸗ bes der Maͤßigkeit, Zeichen des Aergers uͤber die Nachricht des Verluſtes, den die Abtei erlitten hatte, wuͤrde merken laſſen. Allein Vater Arnulph war, was er ſchien, ein durchaus frommer, den weltlichen Intereſſen fremder Mann.

»Ich verſtehe Dich, Emich«, ſagte er milde, aber unbewegt.»Dieſes Aergerniß fehlte, um un⸗ ſerer ehrwuͤrdigen und heiligen Kirche die Schmach der uͤblen Nachrede in einem Zeitpunct, wo Gottes unerforſchlicher Rathſchluß ihren Feinden geſtattet, offen gegen ſie Sturm zu laufen zu bereiten.«

Das ſprichſt Du recht, Moͤnch, und um Dir die Wahrheit zu geſtehen, jener Burſche aus Sach⸗ ſen, und ſeine Anhaͤnger, welche weder an Zahl noch an Kraft gering ſind, beginnen auch in dieſem