Teil eines Werkes 
1. Theil (1832)
Entstehung
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25⁰

mung konnteſt Du ſein, um Dein Gewiſſen zu er⸗ forſchen, und goͤttliche Huͤlfe in Anſpruch zu neh⸗ men, als in jener, welche Du eben geſchildert haſt?«

»Herr Prior, Du uͤberſchaͤtzeſt den Zweck mei⸗ nes Beſuches. Ich bin hergekommen, um dem Hochamte beizuwohnen, nicht aber, um zu beichten und das Abendmahl zu genießen.«

»Es iſt lange her, daß Du der Wohlthat die⸗ ſer heiligen Sacramente nicht theilhaftig geworden biſt.«

»Du haſt Deine Pflicht ſtets redlich erfuͤllt, Va⸗ ter, und ich zweifle nicht im Mindeſten, daß die Buͤrger von Duͤrkheim und ihre Weiber Dich in

ihren Geſpraͤchen aͤußerſt ruͤhmen werden. Dein

Ruf als Prediger iſt jetzt nichts weniger als gering, und Deine heutige Rede wuͤrde Dir ohne Zweifel ein Bisthum einbringen, wenn die Frauen in un⸗ ſerem Thale einen Einfluß auf den roͤmiſchen Hof haͤtten. Wie befindet ſich der hochwuͤrdigſte Abt dieſen Morgen, und wie jene beiden Saͤulen Eures Kloſters, die Vaͤter Siegfried und Cuno?«

»Du haſt ſie waͤhrend des Hochamtes an ihren Plaͤtzen geſehen.«

»Beim Himmel! Es ſind wackere Geſellen! Glaube mir, in unſerer ganzen heiteren Pfalz giebt