jedoch weilen noch unter uns; und während ſie ſehr wenig Ver⸗ mögen von ihm überkommen haben, ſind ſie die rechtmäßigen Erben von ihres Ahnherrn Gemeinheit in Geſinnung und Be⸗ nehmen— von ſeinen Schlichen und Tücken und ſeiner Heuche⸗ lei. Das iſt die Art und Weiſe, wie die Vorſehung die Sün⸗ den der Väter an den Kindern heimſucht, bis in's dritte und vierte Glied.
Ich habe jetzt wenig mehr zu ſagen. Die Eigenthümer von Mooſeridge haben glücklich alle Looſe verkauft, die ſie auf den Markt zu bringen geſonnen waren, und große Summen haben ſie darauf verſichert in Scheinen und Hypotheken. Anneke und Kate haben anſehnliche Theile dieſes Beſitzthums erhalten, dar⸗ unter Vieles, was dem Oberſt Follock gehörte, der jetzt ganz bei meinen Eltern wohnt und lebt. Tante Mary iſt, mit Leidwe⸗ ſen muß ich es berichten, vor wenigen Jahren als ein Opfer der Blattern geſtorben. Sie heirathete natürlich nie, und hin⸗ terließ ihr ſchönes Vermögen meinen Schweſtern und einer ge⸗ wiſſen Lady Ten Eyck, die es ſehr gut brauchen konnte, und deren Hauptanſpruch darin beſtand, daß ſie eine dritte Couſine, glaube ich, von Mary's ehemaligem Geliebten war. Meine Mut⸗ ter betrauerte den Tod ihrer Freundin aufrichtig, ſo wie wir Alle; aber wir hatten den tröſtlichen Glauben, daß ſie bei den Engeln glücklich ſei.
Ich ließ in den ausgedehnten Gartenanlagen um das neue Haus auf dem Neſt ein paſſendes Denkmal auf dem Grabe Kettenträgers errichten. Es hatte eine einfache Inſchrift, die jetzt meine Kinder oft leſen und gerne ihre Bemerkungen und Betrachtungen daran knüpfen. Wir ſprechen Alle von ihm bis auf dieſe Stunde als vom: Oheim Kettenträger, und ſein Grab wird nie mit einem andern Ausdruck genannt als: Oheim
Kettenträgers Grab. Der errliche alte Mann! daß er nicht
herr wächen der menſchlichen Natur, braucht
frei war von den Sch e 38*


