572
Gt
ich bin der Meinung, daß die Geſinnung und Denkweiſe, womit jeder Neu⸗Engländer zu uns kommt, in Folge ſeiner Angewöh⸗ nungen unſerem Geſellſchaftszuſtand in vielen Punkten— zum Theil löblichen,— zum Theil unlöblichen— entgegen und feindſelig iſt, und dieß nur darum, weil ſie ihm neu und fremd ſind. Unter Anderem findet die Bevölkerung jener Staaten im Ganzen keinen Geſchmack an den Verpachtungen, die auf unſeren großen Gütern üblich ſind. Es gibt Männer genug in dieſem Theile des Landes, welche zu aufgeklärt und gebildet ſind, und deren Rechtlichkeit zu unbeſtechlich iſt, als daß ſie nicht Allem ſich widerſetzten, was in Beziehung auf dieſen Gegenſtand Unrechtes vorkommt; aber die Vorurtheile beinahe Aller, die vom Oſten herkommen, ſind gegen das Verhältniß von Grundherr und Pächter, und dieß nur darum, weil ſie keine großen Grundherren unter ſich ſehen möchten, da ſie ſelbſt keine großen Grundherren ſind. Ich habe nie einen Gentle⸗ man oder einen Mann von Erziehung aus Neu⸗England geſprochen, der etwas Unrechtes daran gefunden hätte, daß ein Grundbeſitzer einen einzelnen Pachthof an einen einzelnen Pächter, oder ein Halbdutzend Pachthöfe an ein Halbdutzend Pächter verleihe; ein Beweis, daß nicht das Pachtverhältniß ſelbſt es iſt, gegen was ſie ſich auflehnen, ſondern gegen eine Klaſſe von Menſchen, welche ihnen überlegen, und vornehmer als ſie ſind oder ſcheinen. 4
„Ich habe das Argument gegen das Pachtſyſtem geltend machen hören, daß es das Wachsthum und Gedeihen jedes Diſtrikts, wo es herrſcht, verzögere und hemme, und den Wohlſtand vermindere.“
„Daß es das Wachsthum nicht hemmt, beweist der Umſtand, daß man zu Pachtgütern immer Pächter findet, während es oft Jahre anſteht, bis man ſie verkaufen kann. Dieß Gut iſt jetzt halb beſetzt, und wird ganz beſetzt ſein, lang ehe Mooſeridge zum dritten Theil verkauft iſt. Daß letzteres am Ende der reichere und beſſer angebaute Diſtrikt ſein mag, iſt ganz wahrſcheinlich; und dieß aus den einfachen Gründen, weil Diejenigen, welche gleich von


