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Der Kettenträger, / von J. F. Cooper
Entstehung
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wobei Ihr Euren Lohn und Gewinn Euch von der Benützung der⸗ ſelben verſprachet, gegen eine nur nominelle Rente; und dabei hat⸗ tet Ihr Sägeblöcke zu Eurer Verfügung, wie Ihr ſie nur wünſch⸗ tet, und genoßet auch ſonſt die mannigfachen Vortheile und Ver⸗ günſtigungen einer der liberalſten Pachtverleihungen, die je bewilligt wurde.

Ja, Sir, aber das war in dem Handel ausbedungen, den ich mit Eurem Großvater ſchloß. Das wurde zwiſchen uns ſo ver⸗ abredet damals, als ich den Platz übernahm, daß ich Holz fällen dürfe nach Belieben, und natürlich mich der auf dem Gute ſich fin⸗ denden Materialien zum Bau bedienen. Seht Ihr, Eurem Groß⸗ vater war es ganz verzweifelt um Mühlen zu thun; und daher ſtellte er demgemäß die Bedingungen. Ihr werdet das Sylbe für Sylbe in dem Pachtbrief finden.

Ohne Zweifel, Mr. Newcome, und Ihr werdet auch in dem⸗ ſelben Pachtbrief eine Vertragsbedingung finden, wornach Eure Anſprüche auf das Beſitzthum in wenigen Tagen zu Ende gehen.

Wohl nun, ich verſtehe Pachtbriefe nicht auf dieſe Art. Ge⸗ wiß konnte doch das nie die Meinung ſein, daß Einer Mühlen erbauen ſollte, um nach fünfundzwanzig Jahren alles Recht darauf zu verlieren!

Das hängt von dem Vertrag ab, wie er zu ſeiner Zeit abge⸗ ſchloſſen wurde. Manche Leute bauen Mühlen und Häuſer, die durchaus keine Rechte darauf haben. Sie werden für ihre Arbeit bezahlt, während ſie bauen.

Ja, ja, Zimmerleute und Mühlenbauer meint Ihr. Aber ich ſpreche von keinen ſolchen Leuten, ich ſpreche von ehrlichen, hart ar⸗ beitenden, fleißigen Leuten, welche ihre Arbeit und ihre Zeit darauf verwenden, eine Anſiedlung empor zu bringen; nicht von Euren Hand⸗ werkern, die für Taglohn arbeiten. Natürlich werden dieſe bezahlt für das, was ſie thun, und damit iſt die Sache beendigt.

Ich wüßte nicht, daß alle ehrlichen Leute auch hart arbei⸗