Druckschrift 
Der Kettenträger, / von J. F. Cooper
Entstehung
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Bunde ſind ganz fertig. Die Hebeſtangen ſtehen bereit, und Alles wartet nur auf das Wort, um mit dem Aufrichten zu beginnen. Ihr werdet bemerken, Squire, es war der Klugheit gemäß, bis zu einem gewiſſen Punkte mit dem Baue vorzuſchreiten, ehe wir einen Beſchluß faßten über die Zuerkennung an eine Religionsgeſellſchaft. Bis zu dieſem Punkt arbeitete natürlich Jeder ſo, als arbeitete er für ſeine Kirche; und wir haben das Wohlthätige dieſer Politik erfahren und ſich erproben ſehen, da, wie Ihr Euch überzeugen könnt, die Dielen gehobelt, die Fenſter gemacht und mit Glas ver⸗ ſehen, das Holz zu den Kirchenſtühlen bearbeitet, und Alles fertig iſt, um zuſammengeſetzt zu werden. Sogar die Nägel und die Farben ſind angeſchafft und bezahlt. Mit Einem Wort, es iſt nichts mehr zu thun übrig, als zuſammenzuſetzen, die letzte Hand anzulegen und zu predigen.

Warum habt Ihr aber nicht das Gebäude aufgerichtet und die letzte Hand angelegt, wie Ihr es nennt, ehe Ihr zu der Ab⸗ ſtimmung über Annahme eines Kirchenregiments ſchrittet, die Ihr, wie ich finde, ſo eben vorgenommen habt?

Das wäre etwas zu weit gegangen geweſen, Major, ein klein wenig zu weit. Wenn Ihr Einem eine zu ſtarke Handhabe gebt, ſo läßt er ſie manchmal gar nicht wieder fahren. Wir haben die Sache unter uns beſprochen, und beſchloſſen, die Frage zu ſtel⸗ len, ehe wir weiter gingen. Alles iſt glücklich abgelaufen, und wir haben einſtimmig beſchloſſen, uns für die congregationiſtiſche Kirche zu entſcheiden. Einmüthigkeit iſt ein großer Segen in der Religion!

Fürchtet Ihr nicht ein Nachlaſſen im Eifer in Folge dieſes Verfahrens? Keine Weigerung, für Zimmerleute, Anſtreicher und Prieſter mitzubezahlen?

Nicht viel ein wenig vielleicht; aber es wird nichts zu bedeuten haben, ſollte ich meinen. Euer großmüthiges Beiſpiel, Major, hat ſeinen Einfluß geübt, und wird, wie ich nicht zweifle, viel wirken.