153
eröffnet mit Gebet, und Ihr ſteht jetzt im Begriffe zu einer Endabſtimmung zu ſchreiten. Meinungsunterſchiede beſtehen unter Euch und haben unter Euch beſtanden; aber Meinungsverſchie⸗ denheiten beſtehen überall. Sie gehören zur Freiheit, deren Seg⸗ nungen ſich nicht genießen laſſen ohne volle und freie Kundge⸗ bung verſchiedener Meinungen. Die religiöſe Freiheit fordert Verſchiedenheit der Meinungen, möchte man ſagen, und ohne ſie⸗ gäbe es keine religiöſe Freiheit. Ihr Alle kennt den gewichti⸗ gen Grund, der dazu drängt, bald zu einem Entſchluß und Beſchluß zu kommen. Der Eigenthümer des Grundes und Bo⸗ dens wird dieſen Sommer ſich bei uns einfinden, und ſeine ganze Familie hat einen verzweifelnden Hang zu einer götzen⸗ dieneriſchen Kirche, welche den Meiſten von Euch mißfällig iſt. Um daher alle möglichen Folgen ſeiner Einmiſchung zu verhüten, ſollten wir uns ſofort entſcheiden, und das Haus nicht blos auf⸗ richten, ſondern auch unter Dach bringen, ehe er ankommt. Aber wir ſind unter uns ſelbſt etwas getheilt geweſen, und das iſt eine andere Sache. Bei den frühern Abſtimmungen ergaben ſich ſechsundzwanzig Stimmen für die Congregationskirche, fünfund⸗ zwanzig für die Presbyterialkirche, vierzehn Methodiſten, neun Bap⸗ tiſten, drei Univerſaliſten und ein Episkopale. Nun iſt nichts klarer, als daß die Mehrheit entſcheiden ſoll, und daß es die Pflicht der Minderheit iſt, ſich zu unterwerfen. Meine erſte Entſcheidung als Moderator war, daß die Congregationiſten eine Mehrheit von Einer Stimme haben; aber da Einige mit dieſer Anſicht nicht zufrieden waren, bin ich bereit geweſen, Gründen der Vernunft mein Ohr zu leihen, und die Anſicht gelten zu laſſen, daß ſechsundzwanzig nicht eine Majorität ſei, ſondern eine Pluralität, wie man es nennt. Da jedoch ſechsundzwanzig oder fünfundzwanzig eine Majorität iſt gegenüber von neun, von drei oder von Einer Stimme, man mag dieſe Zahlen jede für ſich oder alle zuſammen nehmen, iſt Euer Ausſchuß der Meinung, daß von Baptiſten, Univerſaliſten und


