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engherziger Selbſtſucht; ſo ſuchte er ſich denn auch ſyſtematiſch jeder Anſtrengung zu entziehen und alle Hülfsmittel ſeines von Natur raſchen und ſcharfen Verſtandes waren nur auf den einen Endzweck gerichtet, nie Etwas zu thun, was um ein Haar mehr Kraftaufwand erforderte, als für ſeinen Zweck unumgänglich nothwendig war. Er für ſeine Perſon ruderte das Schiffchen, welches der Kapitän mit ſeiner Frau beſtiegen hatte; vor der Abfahrt hatte er ſich unter den Rudern der übrigen Boote die beſten ausgewählt, ſeinen Doſt*) ſo bequem als möglich hergerichtet, ein Fußgeſtell beſorgt— Alles mit einer Umſicht und Kunſtfertigkeit, die einem Fährmann von Whitehall Ehre gemacht haben würden. So bewährte er auch hier ſeinen vorherr⸗ ſchenden Grundſatz—allezeit auf JoelStridesIntereſſe bedacht zu ſein, obwohl ſeine Fürſorge auch dießmal dem Dienſtherrn zu gute kam. Michael O'Hearn dachte im Gegentheil immer nur an den Ausgang, und zwar in der Regel mit einem Eifer, um nicht zu ſagen einem Ungeſtüm, der ihn gewöhnlich die nöthigen Mittel überſehen ließ. Offenherzig, voll Großmuth und Selbſtaufopferung und längſt gewöhnt, das Meiſte verkehrt anzugreifen, verſchwendete er faſt immer an ein und daſſelbe Geſchäft doppelt ſo viel Mühe, als der ruhige Jankee aufbot, und beſorgte es überdieß ſchlechter und mit zweifachem Zeitverluſt. Hierüber nachzudenken, dazu nahm er ſich nie einen Augenblick Muße,— des Herrn Boot ſollte nach dem Aus⸗ gange des See's gerudert werden, und augenblicklich war er willig und bereit, die Aufgabe zu übernehmen, obgleich er in ſeinem gan⸗ zen Leben noch keinen Zoll breit gerudert war.„Sollte ein be⸗ ſtimmter Kraftaufwand nicht ausreichen,“ dachte Mike,„ſo kann ich ihn ja verdoppeln, und da müßte ja ſchon der Teufel mit im Spiele ſein, wenn das für eine ſo federleichte Aufgabe nicht genügte.“ Unter ſochen Umſtänden brach die Reiſegeſellſchaft auf. Die meiſten Nachen und Kanve's waren eine halbe Stunde vor Mrs. Willoughby's Erſcheinen abgegangen; Joel hatte Mike unter dem *) Querbalken im Boot. D. U.


