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habt hatte, um einen Vorwand dafür zu haben, daß er im Zim⸗ mer blieb.
Als die augenblickliche Ueberraſchung ſich einigermaßen gelegt hatte, fuhr der Sterbende fort:„Lange hatte ich meine Reue, wie meine Schande, dem Blicke der Welt entzogen; aber dieſer Krieg rief mich aus meiner Verborgenheit hervor. Unſer Vater⸗ land brauchte uns Beide, und Beide hat es gehabt! Sie haben gedient, wie Einer dienen durfte, der ſich nie ein Vergehen zu Schulden kommen ließ: allein eine ſo heilige Sache mußte ein Name wie meiner, nicht beflecken. Wenn die Welt einſt von meinen ſchlechten Thaten ſpricht, möge auch des wenigen Guten, ſo ich gethan, gedacht werden! Meine Schweſter, meine.... Mutter— verzeih' mir!“
„Der da ſeine Geſchöpfe mit einer ſo furchtbaren Verſchie⸗ denheit der Gemüther bildet, Gott, blicke gnädig auf unſere Schwachheit hernieder!“ betete Madame de Lacey knieend, mit himmelwärts gehobenen Augen und Händen.„O, Bruder, Bru⸗ der! Dir ward in deiner Kindheit von dem heiligen Geheimniß unſerer Erlöſung viel geſagt, du darfſt nicht erſt unterrichtet werden, auf welchen Fels ſich deine Hoffnung auf Vergebung gründen muß!“
„Hätte ich nie jene Vorſchrift vergeſſen, mein Name dürfte auch fortan mit Ehren erwähnt werden. Doch, Wilder!“ fügte er abſpringend und kräftig hinzu,„Wilder!....«
Aller Augen waren auf den Sprechenden geheftet. Er hielt eine Rolle, auf der er bis jetzt wie auf einem Kiſſen geruht hatte, in der Hand. Uebernatürliche Kraft ſchien ihn zu durchſtrömen, als er ſich mit halbem Körper in der Bahre erhob; und beide Hände hoch über ſein Haupt emporhebend, ließ er jene glanzreiche, buntgeſtreifte Flagge mit ihrem blauen Feld aufgehender Sterne)
*) Die Flagge der Vereinigten Staaten von Nordamerika.


