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Der rothe Freibeuter / J. F. Cooper
Entstehung
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dagegen waren ſeine Blicke auf das Schiff gefeſſelt, welches für ihn ein Gegenſtand des größten Intereſſes zu ſein ſchien. Auch er ſchüttelte das Haupt, nur ernſter als der Schwarze; und als ob ſich in dieſem Augenblick ſeine Zweifel löſeten, oder als hätte er nur das Ende des Ausbruchs der Negerfreude abwarten wol⸗ len, rief er aus:

Recht, Scipio, recht; du haſt recht, Junge. Das Schiff rei⸗ tet ganz auf ſeinem Wurfanker; Alles iſt in Bereitſchaft zum baldigen Aufbruch. In zehn Minuten würde es ſich außer dem Feuer der Batterie bringen, wofern es nur über eine Mütze voll Wind ſchalten könnte.

Sir, Sie ſcheinen ein guter Richter in dergleichen Dingen zu ſein, ließ ſich eine unbekannte Stimme hinter ihnen vernehmen.

Der junge Mann drehte ſich ſchnell auf dem Abſatze um, und erſt jetzt merkte er, daß ſie Drei nicht mehr allein waren. Doch war er nicht der Einzige, den die Erſcheinung ſtutzig machte; denn dieſer unvermuthete Zuwachs der Geſellſchaft nahm den ge⸗ ſchwätzigen Schneider ebenſoſehr Wunder, wo nicht noch mehr, als irgend Einen von der Gruppe, die er ſo angelegentlich be⸗ horcht und beobachtet hatte, daß ihm für das Bemerken eines neuen Ankömmlings kein Raum übrig geblieben war.

Dieſer Ankömmling war ein Mann zwiſchen dreißig und vier⸗ zig; Miene und Geſtalt waren nicht wenig dazu geeignet, die ſchon ſo angeregte Neugierde des guten, ehrlichen Homeſpun noch mehr anzufachen. Winzig von Perſon, ſah man ihm Leichtigkeit und ſelbſt ein Maaß von Kraft an, welches mit ſeiner kleinen Figur, von nicht ganz mittlerer Größe, in auffallendem Gegenſatz ſtand. Seine Haut wäre blendend, wie der feinſte Frauen⸗Teint geweſen, hätte nicht ein Dunkelroth, welches die unteren Geſichtszüge über⸗ zogen, und beſonders an ſeiner ſchönen Habichtsnaſe ſichtbar war, allen Verdacht von Weiblichkeit beſeitigt. Sein Haar war, wie ſeine Farbe, ſchön, und rollte längs den Schläfen in reichen, glänzen⸗