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Der rothe Freibeuter / J. F. Cooper
Entstehung
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damit auch Andere über deſſen Zuſatz und deſſen Wahrſcheinlichkeit urtheilen mögen, ſcheint es uns nothwendig, einen genauen Abriß vom Aeußern dieſer verdächtigen Männer zu geben, welche das Unglück hatten, vom geſchwätzigen Schneider nicht gekannt zu ſein, und ſo ungünſtig beurtheilt zu werden.

Der Eine von ihnen, und bei weitem der, deſſen Aeußeres am meiſten hervorſtach, war ein junger Mann, welchem man ungefähr ſechs⸗ bis ſiebenundzwanzig Jahre geben konnte. Daß dieſer Theik ſeines Lebens nicht bei Tage in beſtändigem Sonnenſchein, bei Nacht nicht in ungeſtörter Ruhe verfloſſen, verriethen die Lagen von brauner Farbe, die ſich über ſeine Züge ſchichtweiſe und in einer ſo deutlichen Folge von Nüancen verbreitet hatten, daß ſeine ehemals feine, weiße Haut allmählig in dunkle Olivenfarbe überge⸗ gangen war, durch welche das ſchönſte Blut in Fülle der Geſund⸗ heit noch immer hervorſchimmerte. Seine Züge waren eher männlich und edel, als ſich durch genaues Ebenmaaß auszeichnend; ſeine Naſe mehr ſtolz und kühn hervorragend, als regelmäßig gebaut; ſeine Augenbrauen, buſchicht, bogenmäßig gekrümmt, gaben ſeiner Stirn und dem obern Theile des Geſichts einen entſchiedenen Ausdruck geiſtigen Vermögens, der den amerikaniſchen Phyſiognomien ſo eigenthümlich geworden iſt. Der Mund zeigte Feſtigkeit und Mann⸗ heit, und da ihn der Fremde zufällig, als ſich der neugierige Schnei⸗ der an ihn heranſchlich, zu einem bedeutenden Lächeln verzog, und ein paar Worte in ſich murmelte, zeigten ſich zwei Reihen glän⸗ zender Zähne, deren Weiße durch die braune Umgebung gehoben wurde. Das pechſchwarze Haar floß in wilden, ſtarken Locken auf die Schultern herab; die Augen waren nicht größer als gewöhnlich, grau, und obſchon von verſchiedenem Ausdruck und wandelbar, doch eher zur Milde als zur Strenge geneigt. Die ganze Geſtalt des jungen Mannes hielt das Mittel, welches Thätigkeit mit Kraft ver⸗ bindet, das glückliche Mittel zwiſchen richtigem Ebenmaaß und leichter Gefälligkeit. Gegen dieſe körperlichen Eigenſchaften und Vorzüge