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Der rothe Freibeuter / J. F. Cooper
Entstehung
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Nun, der wird es ſatt haben, das bin ich gewiß. Hat er Euch erzählt von dem großen Topf, welcher kocht und brodelt, als brennten alle tauſend Beelzebubs Feuer unter ihm? und von dem Schweinsrücken, über welchen das Waſſer hinſchießt, als ſtürzte es ſich den großen Waſſerfall*) im Weſten herab? Zu unſerem großen Glück hatten wir erfahrene Seeleute, und waren lauter beherzte Paſſagiere; ſo kamen wir denn dießmal mit einem blauen Auge davon; denn ſo viel kann ich Euch ſagen, und ich kümmere mich nichts darum, wer es hört es gehört eine tüchtige Portion Courage dazu, in die ſo ſchreckliche Straße mit offenen Augen einzulaufen. Wir gebrauchten Vorſicht, warfen in einiger Ent⸗ fernung bei ein paar Inſeln, welche einige Feldweges dieſſeits der gefährlichen Stelle liegen, unſere Anker aus, und ſchickten die Pinaſſe mit dem Kapitän und zwei ſtämmigen, mannhaften Ma⸗ troſen zum Recognosciren aus, damit ſie Alles genau unterſuchen und berichten möchten, ob der Schlund in friedlichem Stande ſei oder nicht. Und da ſich Alles erwünſcht befand, ſo ging's nun mu⸗ thig weiter; wir Paſſagiere wurden an's Land geſetzt, das Schiff ging zu Waſſer durch, und mit Gottes Hilfe lief beides glücklich ab. Wir hatten aber alle Urſache, uns zu freuen, daß wir uns vor der Ab⸗ fahrt den Gebeten unſerer Gemeine empfohlen hatten: ſie waren, wie Ihr ſeht, höheren Orts gnädiglich erhört worden.

Wie? Ihr umginget das Höllenthor zu Fuß?« fragte der aufhorchende Landmann.

Freilich! Es wäre ja ein ſündlicher, läſterlicher Trotz, ein unheiliges Verſuchen der Vorſehung geweſen, wenn wir anders gehandelt hätten. Was hatten wir für Pflicht und Beruf, uns der Gefahr auszuſetzen, und das Opfer unſers Lebens zu bringen? Doch jene Gefahr iſt nun, wie geſagt, glücklich vorüber, und ſo ver⸗ traue ich denn auch zu Gott, dieſer blutige Krieg, an welchem wir Beide Theil genommen, werde ebenfalls glücklich vorübergehen,

*) Niagara.