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wohin die unruhigen Spitzbuben nicht kämen? Wo iſt der See, oder auch nur der Hirſchteich, den die Lumpenhunde nicht aufſpüren; und ſobald ſie ihn gefunden, ſo färben ſie auch ganz gewiß fruͤher oder ſpäter ſein Waſſer mit Blut.“ 3— „Ich höre allerdings nirgends ihr gutes Lob, Freund Hurry, obgleich es bis jetzt noch nie mein Schickſal war, ihnen oder ir⸗ gend einem andern Sterblichen auf dem Kriegspfad zu begegnen. Ich glaube gern, daß ein ſo anmuthiger Platz, wie dieſer, von ſol⸗ chen Plünderern ſchwerlich würde überſehen werden; denn obſchon ich ſelbſt noch nicht im Falle geweſen, mit dieſen Stämmen Streit zu haben, geben mir doch die Delawaren ſolche Berichte über ſie,
daß ich ſie bei mir ſelbſt ſo ziemlich als Nichtswürdige durch und
durch anſehe.“
„Das könnt Ihr mit gutem Gewiſſen thun, oder, was das betrifft, jeden andern Wilden, dem Ihr etwa begegnet.“
Hiegegen verwahrte ſich Wildtödter, und während ſie den See entlang ruderten, entſpann ſich eine hitzige Erörterung über die beiderſeitigen Verdienſte der Bleichgeſichter und der Rothhäute. Hurry hatte alle Vorurtheile und Antipathien eines weißen Jägers, der in der Regel den Indianer als eine Art von natürlichem Neben⸗ buhler, und nicht ſelten als einen natürlichen Feind betrachtet. Wie ſich von ſelbſt verſteht, war er laut, ſchreiend, keck behauptend, ohne ſich viel auf Beweiſe einzulaſſen. Wildtödter dagegen zeigte eine ganz andere Sinnes⸗ und Gemüthsart; er bewies durch ſeine ge⸗ mäßigte Sprache die Redlichkeit ſeiner Geſinnung, und durch die Einfachheit ſeiner Unterſcheidungen zeigte er, daß er alle Geneigt⸗ heit beſaß, Vernunft zu hören und anzunehmen, ein lebhaftes, angebornes Verlangen, gerecht zu ſeyn, und eine aufrichtige Red⸗ lichkeit, die es gänzlich verſchmähte, zu Sophismen zu greifen, um eine Behauptung oder ein Vorurtheil zu vertheidigen. Doch war er nicht gänzlich frei von der Herrſchaft des letztern. Dieſer Tyrann des menſchlichen Geiſtes, der auf tauſend Zugängen ſich auf ſeine
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