Einleitung.
Glücklicherweiſe iſt der Menſch eben ſo geneigt, für die Tugend Sympathie zu fühlen, als ſich den anſteckenden Einflüſſen des Laſters hinzugeben. Ohne dieſen Umſtand, welcher dem alles Edlere erſtickenden Hange, ſich ſeinen Leidenſchaften zu überlaſſen, als Zügel dient, möchten wohl die Wünſche der Beſſeren und Weiſeren, daß das Reich der Gerechtigkeit und Menſchenliebe immer feſteren Fuß faſſen werde, aller Hoffnung auf Erfüllung entbehren.
Von allen edeln Gefühlen iſt die Liebe zum Vaterlande das am allgemeinſten anſprechende. Jeder bewundert den Mann, der ſich für das Wohl der Gemeinſchaft, welcher er angehört, zum Opfer bringt, und verdammt den Andern ſchonungslos, welcher, ſey es unter wichtigen Vorwänden oder durch den Drang der Verhältniſſe getrieben, ſeinen Arm


