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Der Pfadfinder oder das Binnenmeer / von J. F. Cooper. Aus dem Engl. von C. Kolb
Entstehung
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Ich denke, Eure Phantaſie verſteigt ſich, Onkel. Schaut nur, hier iſt Meile an Meile, und doch ſehen wir nichts als Blätter. Was kann uns ein Blick auf den Ocean mehr geben?

Mehr? erwiederte der Onkel, und berührte ſie in unge⸗ duldiger Bewegung mit dem Ellenbogen, da er die Arme gekreuzt und die Hände in dem Buſen eines rothlinnenen Wamſes, wie man es damals trug, verborgen hatte,mehr, Magnet? Sage lieber, was weniger? Wo ſind denn die kräuſelnden Wellen, die blauen Waſſer, die Rollwogen, die Brandungen, die Wallfiſche, die Waſſerhoſen, und die endloſe Bewegung in dieſem Bischen Walde da, mein Kind?

Und wo ſind die Baumgipfel, die feſtliche Stille, die duftigen Blätter auf dem Ocean, Onkel?

Weg damit, Magnet! Wenn du etwas von ſolchen Dingen verſtündeſt, ſo wüßteſt du, daß grünes Waſſer dem Seemann Gift iſt. Kaum einen Grünſchnabel kann er weniger leiden.

Aber grüne Bäume ſind ganz andere Dinge. Horcht! Dieſer Ton iſt das Säuſeln des Windes in den Blättern.

Da ſollteſt du einen Nordweſt ſauſen hören, Mädchen; aber freilich, einen Wind auf dem Verdecke kannſt du dir nicht denken. Ha, wo ſind die Kühlten, die Orkane, die Paſſat⸗ und Oſtwinde und ähnliche Erſcheinungen auf dieſem Waldfleckchen hier? und was für Fiſche ſchwimmen unter dieſer zahmen Fläche?

Daß es hier Stürme gegeben hat, zeigt die Gegend rund um uns her hinreichend, und, wenn auch nicht Fiſche, ſo ſind doch Thiere unter dieſen Blättern.

Ich weiß das nicht, erwiederte der Onkel mit dem abſprechen⸗ den Tone eines Seemanns.Man erzählte uns zu Albany manche Geſchichten von wilden Thieren, mit denen wir zuſammentreffen könnten, und doch haben wir nicht ſo viel geſehen, als ein See⸗ kalb erſchrecken könnte. Ich zweifle, ob eines von dieſen Landthieren ſich mit einem Aequatorhay vergleichen läßt.

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