Erſtes Kapitel.
e Raſen gebe des Altares Duft, Zum Tempel wölben ſich des Himmels Räume, Der Opferrauch ſey mir der Berge Luft, Und mein Gebet des Herzens ſtille Träume.
Moore.
Es tritt jedem Auge nahe, in welch enger Verbindung das Erhabene mit dem Unermeßlichen ſteht. Die tiefſten, die umfaſ⸗ ſendſten und vielleicht die reinſten Gedanken erfüllen die Phantaſie des Dichters, wenn er in die Weiten eines unbegrenzten Raumes ſchaut. Selten erblickt man zum erſtenmal die endloſe Fläche des Oceans mit Gleichgiltigkeit, und ſelbſt in der Dunkelheit der Nacht findet die Seele eine Parallele zu der Größe, die unzertrennlich von Bildern zu ſeyn ſcheint, welche die Sinne nicht in Rahmen zu faſſen vermögen. Mit ſolchen Gefühlen der Bewunderung und Ehrfurcht, den Sprößlingen des Erhabenen, blickten die verſchiedenen Perſonen, mit welchen ich die Handlung dieſer Erzählung eröffnen muß, auf die vor ihren Augen liegende Scene. Die Geſellſchaft beſtand aus zwei Männern und zwei Weibern, welche, um eine freiere Ausſicht auf ihre Umgebung zu gewinnen, einen Haufen Bäume zu erſteigen verſuchten, welche der Sturm umgeſtürzt hatte. Man nennt ſolche Stellen in jenen Gegenden Windgaſſen, und da nur an ſolchen das Licht der Sonne in die dunkeln, dunſtigen Wälder⸗ gründe zu dringen vermag, ſo bilden ſie eine Art von Oaſen in der feierlichen Dunkelheit der jungfräulichen Wälder Amerikas. Die genannte Windgaſſe lag auf einer lhupes Anſteigung, Der Pfadfinder. 3. Aufl.


