Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchn (1834)
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Ein Halbſtiefel ſieht dem andern doch ſo ähnlich; hier findet wahrſcheinlich ein Irrthum Statt.

Ein Halbſtiefel dem andern ähnlich! ſagte Hawk⸗ eye,das iſt eben ſo viel, als wenn man ſagen wollte, alle Füße ſeyen einander gleich, und doch wiſſen wir alle, daß einige lang, andere kurz, einige breit, andere ſchmal ſind; daß die Fußſpanne bald höher, bald niedri⸗ ger iſt, daß der Eine auswärts, der Andere einwärts geht. Die Halbſtiefel ſind einander ſo wenig gleich, als die Bücher, wenn gleich diejenigen, die in dieſen leſen, nicht immer im Stande ſind, jene zu unterſcheiden. So iſt es Alles außs beſte eingerichtet, damit Jedem ſeine natürlichen Vorzüge hleiben. Laß mich hinzu, Unkas! Bücher oder Halbſtiefel vier Augen ſehen immer beſ⸗ ſer, als zwei!

Der Kundſchafter bückte ſich nun ebenfalls, um die Spur genau zu betrachten.

Du haſt Recht, Unkas, ſagte er, ſich ſogleich wie⸗ der aufrichtend,es iſt die Spur, die wir oft geſehen haben, als wir Jagd auf ihn machten. Der Burſche ſäuft ſtets, wenn ſich ihm eine Gelegenheit dazu darbie⸗ tet. Die Säufer unter euch Indianern treten immer feſter auf, ais der Wilde im Naturzuſtande; das iſt ein Mal die Art der Trunkenbolde, mag ihre Haut roth oder weiß ſeyn. Es iſt gerade die rechte Länge und Breite. Sieh' auch hin, Chingachgook; du haſt mehr als ein Mal die Spuren dieſes Schurken gemeſſen, als wir ihn vom Felſen Gleen bis an die Heilquellen ver⸗ folgten.

Chingachgook kniete nieder, und nach kurzer Unter⸗

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