Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchn (1834)
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dafür büßen, ehe der Wind den Geruch des Bluts ver⸗ weht hat!

Chingachgook näaherte ſich dem verſtümmelten Leich⸗ nam, und ihn umwendend, erkannte er die unterſchei⸗ denden Zeichen einer der ſechs verbündeten Stämme oder Nationen, wie man ſie nannte. Sie waren, ob⸗ gleich ſie in den Reihen der Engländer fochten, die Todfeinde ſeines Volks; daher ſtieß ihn der Mohikaner verächtlich mit dem Fuße fort, ihn mit der Gleichgültig⸗ keit verlaſſend, als ob es das Aas eines Thieres gewe⸗ ſen wäre. Der Kundſchafter begriff recht gut dieſe Hand⸗ lung, und verfolgte bedächtig ſeinen Weg, während er fortfuhr, ſeine Erbitterung gegen den franzöſiſchen Ge⸗ neral auszulaſſen. 7

Nur der unendlichen Weisheit und unumſchränkten Allmacht, ſagte er,Fommt es zu, eine ſolche Men⸗ ſchenmenge von der 5 zu vertilgen; denn nur Gott weiß, wann es Noth thut zu richten. Wo aber iſt das Weſen, das ein ejnziges Geſchöpf zu erſetzen vermag, dem es das Leben raubte? Ich halte es ſchon für eine Sünde, einen zweiten Rehbock zu ſchießen, eh' ich den erſten gegeſſen /habe es müßte denn ſeyn, daß ich auf einem weiten Wege begriffen wäre oder lang im Hinterhalt liegen müßte. Es iſt etwas ganz Anderes auf dem Schlachtfelde, dem Feinde gerade gegenüber. Da gilt es zu ſterben mit der Büchſe oder Streitagt in der Hand, je nachdem einer eine weiße oder rothe Haut hat. Komnr, Unkas! Laß die Raben auf dieſen Mingo herabflattern. Ich weiß aus Erfahrung, daß dieſe Thiere das Fleiſch eines Oneidas vorzüglich lieben.