„Deine Welt iſt meine Welt!— Deine Heimath meine Heimath— Deine Gefahren die meinigen!“ Der Schrei, der jetzt der Bruſt des Tummlers der Meere entquoll, war unbezwingliches Frohlocken.
„Du biſt mein!“ rief er.„Vor einem Bund wie die⸗ ſer ſind die Anſprüche eines ſolchen Vaters nichtig! Bür⸗ ger leb wohl— ich will Deine Tochter beſſer behandeln, als Du meines Wohlthäters Kind behandelt haſt!“
„Er hob Eudoren vom Boden, leicht wie eine Feder, und einer haſtigen Bewegung Ludlows und des Patrons zum Trotz trug er ſie in ſein Boot. In einem Augen⸗ blick war die Barke flott und der muntere Junge ſchwenkte ſein Seekäppchen triumphirend. Die Brigantine drehte ſich wie ein raſch wendender Wagen, als wiſſe ſie, was vorgehe, und ehe die Zuſchauer ſich von ihrer Beſtürzung und Verwunderung erholt hatten, hing das Boot an den Tauen. 4 3
Man ſah den Freihändler auf dem Hintertheil der Brigantine den Arm um Eudora ſchlingen und mit dem andern nach der ſtarren Gruppe am ufer grüßen, indeß die noch halb bewußtloſe Tochter des Oceans Aliden und ihrem Vater ein ſchwaches Lebewohl zurief. Das Fahr⸗ zeug glitt durch den Einlaß und wiegte ſich ſogleich auf den Wogen der Brandung. Dann überließ es ſich der vollen Stärke des Südwinds. Die feinen dünnen Stan⸗ gen bogen ſich der Gewalt und das Fortrücken des ſchnel⸗ len Schiffs war an der blaſentreibenden Linie des Stri⸗ ches zu erkennen.
Der Tag ſank ſchon, als Alida und Ludlow den klei⸗ nen Platz vor Luſt in Ruſt verließen. In der erſten


