Teil eines Werkes 
1. Bd. (1849)
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geweſen,— ein Umſtand, welcher ihr bei weitem mehr zu Herzen ging, als alles Andere.

Die geſprächige Wittwe ließ ſie nicht lange in Ungewiß⸗ heit über das, was ſich begeben, ſondern berichtete Alles mit den kleinſten Nebenumſtänden. Es ergab ſich, daß Daggett in der Nacht geſtorben war, denn die Wittwe hatte ihn, als ſie vor wenigen Minuten an ſein Lager trat, kalt und ſtarr gefunden. Daß dieſes, wenigſtens in Bezug auf die Zeit, unerwartete Begebniß durch die Aufregung der erwähnten Unter⸗ haltung beſchleunigt worden, ließ ſich kaum bezweifeln, obgleich man dieſe Thatſache mit Stillſchweigen überging. Die unmit⸗ telbare Urſache des Todes war die in Folge der Eiterung ein⸗ tretende Erſtickung, wie dieß bei raſchem Fortgange der Schwindſucht häufig vorkommt.

Es hieße den Decan Pratt ſchlimmer ſchildern, als er wirklich war, wenn wir behaupteten, dieſer plötzliche Tod ſei ohne Wirkung auf ſeine Gefühle geblieben. Er erinnerte ihn für kurze Zeit lebhaft an ſeine eigenen vorgeſchrittenen Jahre, an ſeine Lage, ſeine Ausſichten. Eine halbe Stunde mochten ihn dieſe Gedanken beunruhigen und unbehaglich ſtimmen, die Gewalt“ des Mammons machte ſich aber allmählich wieder geltend, und die unerfreulichen Bilder wichen bald anderen, welchen er ſich mit Vorliebe zuwendete. Dann begann er erſt darüber nachzudenken, was er unter den obwaltenden Umſtän⸗ den zu thun habe.

Da der Tod Daggett's nichts Ungewöhnliches darbot, war eine Unterſuchung des Leichenbeſchauers nicht nöthig. Es war augenfällig ein natürlicher, obgleich raſcher Tod. Man brauchte daher nur die herkömmlichen Anordnungen zur Beſtat⸗ tung zu treffen, und darauf zu achten, daß die Habe des Ver⸗ ſtorbenen in Sicherheit kam.

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