Teil eines Werkes 
1. Bd. (1849)
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bare Möglichkeit der Rettung dar, mochte ſie einige Stunden erheitern und beglücken. ⸗

Die Hoffnungen, welche dieſe Nachricht bei den Frauen erweckte, waren verſchiedener Art. Roſa war entzückt. Ihre Rettung erſchien ihr jetzt als ein ſo wahrſcheinliches Begebniß, daß Harry Mulford es faſt bereute, in ihr Hoffnungen rege gemacht zu haben, welche, wie er ſelbſt fürchtete, getäuſcht werden mußten. Die Gefühle der Miſtreß Budd nahmen keinen ſolchen Schwung. Das Wrack und ihre jetzige Lage wichen ſo ſehr von allen ihren früheren Begriffen von der See und dem Leben darauf ab, daß ſie faſt ganz betäubt war und ſich fürchtete, etwas zu ſagen und zumal zu denken. Biddynunterſchied ſich von ihren beiden Gebieterinnen, der alten wie der jungen; ſie ſchien jeder Hoffnung entſagt zu haben, und ihre phyſiſche Kraft wich der großen moraliſchen Schwäche völlig.

Seit dem Wiedererſcheinen dieſes Tageslichtes hatte Mulford ſich dem Gedanken hingegeben, Biddy würde, wenn die Hand der Vorſehung nicht mehr ſchützend über ihnen walte, ihrem Leiden zuerſt unterliegen, obgleich ſie allem Anſcheine nach, unter den Frauen wenigſtens, am meiſten Lebenskraft beſaß. So mächtig iſt der moraliſche Einfluß auf das bloß phyſiſche Daſein.

Mit einem aus Furcht und Hoffnung gemiſchtem Gefühle ſah Roſa inmitten der ſeierlichen Einſamkeit des Oceans die Nacht ihren Schleier über ſie ausbreiten. Sie hatte im Laufe dieſes Tages oft und inbrünſtig gebetet, und das Gebet hatte dazu beigetragen, ihre Seele zu beruhigen. Mehrere Male hatte ſie, während ſie knieend ihr Haupt auf den Kiel beugte, ihr Auge ſlehend zu

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