Teil eines Werkes 
2. Bd. (1848)
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zu ſchaffen, auszuſchmücken, zu vollenden, bis wir unſres Urſprungs und unſrer Beſtimmung vergeſſen und unſer Ich an die Stelle des göttlichen Schöpfers ſetzen, welcher allein die in der Luft zerſtreuten Elemente der Welten in ſeiner geheimnißvollen Werkſtätte verbinden und ſie wieder in Luft auflöſen kann, wenn die Werke ſeiner Hand keine Gnade mehr vor ſeinen Augen finden. 3

Mögen die, welche die Stimme des Geſchaffenen an die Stelle des Schöpfers ſetzen möchten, die dem Volke zujubeln, ſtatt ihr Danklied himmelan ſteigen zu laſſen, welche ſich dem eiteln Glauben hingeben, die Gunſt der Menge umſchließe alles Erdenglück, ihrer Unbedeutenheit eingedenk ſein und zittern. Sie ſind nur Milben unter Millionen anderer Milben, welche die Güte der Vorſehung behufs ihrer weiſen Zwecke geſchaffen hat; ihre geprieſenen Gebiete, mit der ganzen Fülle des Reichsthums und des Segens ausgeſtattet, nehmen nur zeitweiſe einen ſehr kleinen Theil eines Erdballs ein, welcher als ein Punkt im Raume ſchwimmt, der durch eine unſichtbare Hand angedeuteten Bahn folgt, und eines Tages plötzlich durch die Hand, welche ihm in dem Weltenkreiſe ſeine Stelle anwies, aus demſelben geſtoßen wird. Die ſelbſtſüchtige Eitelkeit unſrer Race möge daher dieſes erhabene Weſen nie den menſchlichen Angelegenheiten unterordnen, oder ſich dem Wahne hingeben, Geiſteskraft, oder Macht, oder Waffenglück ſeien mehr als eine auf kurze Zeit geſpendete Gabe ſeiner Güte, welche zurückgenommen wird, wenn ſeine Zwecke erfüllt ſind.