Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
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Ein kleiner Zug war vom Anfange her der Leiche gefolgt, und da Ghita von den einfachen Bewohnern jener Anhöhen allgemein gekannt und geachtet war, hatte er ſich, als er die Straße von St. Agatha erreichte, zu einer Linie ausgedehnt, die über hundert Gläubige zählte.

Das Kloſter, deſſen leere Gebäude den Gipfel einer der nahen Höhen noch krönen, war damals noch von Mönchen bewohnt, und der Einfluß Giuntotardi's reichte hin, ſie zu bewegen, dem Hingeſchiedenen den letzten Dienſt zu erzeigen. Drei Tage und drei Nächte lag die Leiche Raoul Yvard's, des Ungläubigen, in der Kirche dieſer frommen Mönche, welche Meſſen für ſeine Seele laſen; dann wurde er der geweihten Erde übergeben, um des Rufs der letzten Poſaune zu harren. 1

Das menſchliche Herz hat oft die ſeltſame Neigung, einem Lebenden das Lob zu verſagen, das ihm nach ſei⸗ nem Hinſcheiden in reichem Maaße geſpendet wird. Ob⸗ gleich wir glauben, daß der Neid, und ſein ſchlimmerer Begleiter, die Verläumdung, abſonderlich demokratiſche Laſter ſind, wodurch wir andeuten wollen, daß die Demokratie das fruchtbarſte Feld, auf welchem dieſe menſchlichen Sünden wuchern, ſo darf man darum doch nicht glauben, daß die uns verwandte Nation in der Darlegung der erſteren Eigenthümlichkeit ſich aus⸗ zeichnet. Was ſpäter Napoleon nach ſeiner Gefangen⸗ ſchaft und ſeinem Tode begegnete, zeigte ſich jetzt auch in Raoul Yvard's Falle, freilich in einem ſeinem Stande