Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Einzelbild herunterladen

Erſtes Kapitel.

Schlaf' in der See o ſchlaf' in Ruh'!

In Schlummer ſingt die Welle dich; Sein ſüßes Wort hörſt nimmer du,

Noch drängt er an dein Herze ſich; Vergiß ſo Glück wie Leid, die er dir gab Die kühle Meerestiefe iſt ſein Grab.

Dana.

Einen langen Sommerabend blieb die Leiche Fran⸗ cesco Carraccioli's an dem Raa⸗Arme der Minerva hän⸗ gen, ein empörendes Schauſpiel für ſeine Landsleute und für die meiſten Fremden, welche Zeugen ſeines Endes geweſen; dann wurde ſie in ein Boot niedergelaſſen, die Füße mit Kugeln beladen, eine oder zwei Stunden weit in den Golf hinausgefahren, und in das Meer geworfen.

Die empörende Weiſe, wie ſie, vierzehn Tage ſpä⸗ ter, ſich über die Oberfläche der See hob und ihren Mördern darſtellte, iſt in die Geſchichte übergegangen, und gibt bis auf den heutigen Tag eines der Wunder

ab, weiche die Unwiſſenden und Leichtgläubigen jener Gegend erzählen*).

*) So ſeltſam auch dieſes Begebniß iſt, und ſo peinlich es für alle Die geweſen ſein muß, welche an dem Urtheilſpruche Theil hat⸗ ten, ſo erklärt es ſich doch aus den einfachſten natürlichen Grün⸗