„Was könnten ſie mit dem Fürſten Carraccioli oder ſeinem Verrathe zu ſchaffen haben, Herr?— Der alte Burſch ſieht wie ein Stubenhocker aus; aber er iſt kein Geiſtlicher; und was das Mädchen betrifft, ſo iſt ſie niedlich genug gebaut und aufgetakelt. Ich glaube jedoch, mit ihrem Geſichte ſteht es nicht ſo gut, ſie würde ſich ſonſt nicht ſo bemühen, es zu verbergen.“
Raoul brummte ein„sacr-r-re!“ zwiſchen den Zähnen; es gelang ihm aber, jeden äußerlichen Ausdruck des Gefühles zu unterdrücken. Cuffe aber ſah keinen andern Beweggrund zu einer ungewöhnlichen Zurückhal⸗ tung, als die Anweſenheit ſeiner Ruderer; dieſen gegen⸗ über war er jedoch gewöhnt, ſich unverhaltener zu äußern, als er dies vor ſeinen übrigen Leuten that.
„Wenn ſie Die iſt, welche wir in der Cajüte geſehen haben,“ verſetzte er,„dann bedarf es wahrlich keines Schleiers; denn ein ſchöneres und beſcheidener ausſehen⸗ des Geſicht iſt mir nicht oft vorgekommen. Was ſie eigent⸗ lich dort wollte, iſt mehr, als ich zu ſagen vermag; denn ſte ſprach nur italieniſch, und„Mylady“ behielt den Beſuch ziemlich für ſich allein. Aber ihr hübſches Ausſehen ſcheint dieſen alten Junggeſellen, den Friedensrichter, ganz bezau⸗ bert zu haben, und er blickt ſie an, als ſei er geneigt, ſein Herz der Schönheit zu erſchließen. Fragt ihn doch auch auf italieniſch, Griffin, auf was ſeine Augen ſo ungeſtüm antreiben?“
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