daran zu denken, welche Auslegung ihre Worte zuließen. „Vielleicht ſollte ich alles nochmals reiflich überlegen.“
„Ich beſorge, das würde Dir wenig helfen, meine Theure,“ erwiederte der Oheim lächelnd und dabei ſeine Augen trocknend.„Mädchenüberlegung pflegt in ſolchen Fällen gewöhnlich die früheren Entſchlüſſe zu beſtätigen. Gott ſegne Dich, Grace. Templemore, auch Euch möge der Himmel gnädig behüten. Gedenket meiner Worte, und morgen wollen wir weiter über die Sache reden. Weiß Evchen etwas davon, liebe Nichte?“
Schnell wechſelte die Farbe auf Grace's Wangen, und beſchämt blickte ſte zur Erde.
„Dann wollen wir ſie herrufen laſſen,“ fuhr Mr. Effingham weiter fort, indem er wieder die Hand aus⸗ ſtreckte um zu klingeln.
„Oheim!“ rief Grace haſtig und hielt ſeine Hand, ehe er noch die Klingelſchnur anziehen konnte,—„wie hätte ich ein ſo wichtiges Geheimniß vor meiner theuer⸗ ſten Couſine bewahren können!“
„Nun, da ſehe ich, daß ich der letzte bin, der Etwas davon erfahren ſollte, wie man es mit uns alten Leuten gewöhnlich macht, und vermuthlich bin ich auch jetzt hier zu viel.“
Mr. Effingham küßte, während er dieſes ſagte, ſeine Mündel noch einmal herzlich, und obſchon ſie ſich be⸗ mühte ihn aufzuhalten, verließ er dennoch das Gemach. „Wir müſſen nachfolgen,“ ſagte Grace, indem ſie


